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BUND-Kreisgruppe Köln

Die Ziegenherde in der Dellbrücker Heide

16. Oktober 2019 | Amphibien und Reptilien, Bergische Heideterrasse, BUND, Dellbrücker Heide, Heideflächen, Lebensräume, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Tiere und Pflanzen

Warum tierische Helfer dem Naturschutz dienen

Ziegen: Tierische Helfer im Naturschutz  (Philipp Eisinger)

In den vergangenen Wochen wurden die Aktiven des BUND Kölns von einer Ziegenherde, in Kooperation mit einem Schäfer, bei den Naturschutzmaßnahmen in der Dellbrücker Heide unterstützt.

Der dreiwöchige Aufenthalt der Ziegen diente dem Schutz seltener Pflanzen-und Tierarten, die auf bereits verbuschten Flächen innerhalb der Heide ihre Existenzgrundlage verlieren. Mehrjährige Gehölze, wie Sträucher oder Bäume, hindern die Entwicklung bedrohter, einjähriger Pflanzen durch die Beschattung des Bodens und stellen für Offenlandbewohner mechanische Hindernisse dar, welche mit anhaltendem Wachstum immer schwieriger zu überwinden werden.

Durch die Beweidung der Herde wird das Gebiet umgewandelt, landschaftlich offengehalten und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität/Artenvielfalt. Besonderheit der Ziegen ist, dass diese im Gegensatz zu anderen Weidetieren, wie Kühen oder Schafen, bei der Beweidung nicht wählerisch bei ihrer Nahrung sind. Somit können viele Pflanzen und auch die Blätter dorniger Büsche aus dem Ökosystem entnommen werden. Durch den Verbiss der Ziegen, und den Vertritt durch die Hufe der Tiere, wird das Wachstum der Vegetation gehemmt. Das hat einen nachhaltig-positiven Effekt auf die Entwicklung der heimischen Pflanzengesellschaften und leistet sinnvolle Vorarbeit für die vollständige Entnahme der ungewollten Stämme mittels maschineller Hilfe eines Baggers Ende Oktober.

Das Zusammenspiel aus menschlichen Maßnahmen durch den BUND in Verbindung mit dem Einsatz der Tiere soll langfristig dazu führen, dass nicht-heimische und invasive Pflanzen, wie z.B die spätblühende Traubenkirsche, sich nicht mehr ausbreiten können, die Heide gehölzfrei bleibt und durch lebensraumtypische Offenland-Lebewesen dominiert wird.

Die bedrohte heimische Flora und Fauna des Offenlandes erhält somit einen schützenden Lebensraum zur Stabilisierung ihrer Populationen

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