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BUND-Kreisgruppe Köln

Bagger gegen Traubenkirsche

06. November 2019 | Bergische Heideterrasse, Dellbrücker Heide, Lebensräume, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Tiere und Pflanzen

Gerade war sie noch fest verankert, jetzt liegt sie auf der Baggerschaufel: Die Traubenkirsche!

Ein Bagger in der Dellbrücker Heide beim Pflegeeinsatz des BUND Köln.  (Clara Lang)

Heute kam der Bagger in die Dellbrücker Heide um die vorab vom BUND Köln bearbeiteten Flächen von der spätblühenden Traubenkirsche zu befreien.

Ohne Mühe reißt der Baggerfahrer meterlange Wurzeln heraus. Ganz begeistert schauen die Bundesfreiwilligendienstler*innen dabei zu, bis sie merken, dass sie nicht nur zum Spaß sondern auch zum Arbeiten dort sind und machen sich sofort daran, hinter dem Bagger aufzuräumen und kleine Überbleibsel weg zu tragen. Der Bagger ist eine deutliche Erleichterung für die freiwilligen Kölner Helferlein, die sich schon den Arm auskugeln, wenn sie nur eine "Baby"-Traubenkirsche mitsamt Wurzel aus dem Boden reißen sollen. Also ist die Staunerei vollkommen nachvollziehbar.

Die "Eidechsen-Fläche", so wird die Fläche gegenüber des alten Sportplatzes genannt, ist als erstes dran. Voraussichtlich braucht Dirk dort zwei bis drei Tage. Jetzt blüht diese Fläche noch in den hellgelben Tönen der Traubenkirsche.

Warum das Ganze?

Die spätblühende Traubenkirsche ist eine invasive, also nicht heimische Art. Sie breitet sich übermäßig aus und nimmt somit den Platz für andere heimische und bedrohte Arten.

Das Naturschutzgebiet in Delbrück wird als Heide betitelt. Das Gebiet wurde allerdings jahrelang sich selbst überlassen. Dadurch ist zum Beispiel das Heidekraut (Calluna vulgaris), das eine Heide kennzeichnet, zurückgedrängt worden.

Der BUND Köln engagiert sich dafür, dass die Dellbrücker Heide wieder eine Heide wird. Durch die Auflockerung des Bodens von den Baggerarbeiten, hat das Heidekraut optimale Bedingungen sich auszubreiten.

Und nicht nur das Heidekraut ist auf den Lebensraum Heide spezialisiert. Viele sogenannte Offenlandbewohner brauchen ein weites, offenes Gebiet um zu jagen und zu leben.

Zusammengefasst ist auf das "Warum?" die Antwort also: Artenschutz!

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