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BUND-Kreisgruppe Köln

Umwidmung vom Landschaftsschutzgebiet in Bauland für Wirtschaftsinteressen

05. Juli 2019 | Gleueler Wiese, Klimawandel, Kölner Grüngürtel, Lebensräume, Naturschutz, Stadtökologie

Was nicht passt – Wird passend gemacht

Demo zum Erhalt der Gleueler Wiese und gegen den Ausbau des RheinEnergie-Sportparks im Kölner Grüngürtel.  (Cristina Krippahl)

Begleitet von fast 500 friedlichen, aber lauten Demonstranten aus Privatpersonen, Mitgliedern des BUND Köln und weiteren Organisationen, tagte heute die Sitzung des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln.

Es galt abzustimmen, ob das Zielabweichungsverfahren des Landschaftsplans im Kölner Grüngürtel zulässig und somit der Ausbau des FC Köln auf der Gleueler Wiese möglich sei. Der BUND Köln äußerte sich in den letzten Monaten immer wieder sehr kritisch dazu, da die Bebauung der Gleueler Wiese einen starken, negativen Eingriff in die Naturschutz- und Klimaschutzsituation der Stadt darstellt. Auch Konrad Adenauer, der Enkel des einstigen, gleichnamigen Oberbürgermeisters von Köln, setzt sich aktiv gegen den Ausbau ein.

Grüne, Linke und Piraten sprachen sich gegen die Aufhebung des Schutzstatus aus. Die Stimmen von SPD, CDU und FDP bildeten die Mehrheit und stimmten dem Zielabweichungsverfahren zu. Somit kann der Rat der Stadt Köln die Änderung des Flächennutzungsplans beschließen. Die Bezirksregierung muss abschließend den Bebauungsplan rechtskräftig genehmigen.

Während andere Städte den Klimanotstand ausrufen und nach Lösungen suchen, wird hier in Köln ohne Not einer Wiese von 40000 m² der Schutzstatus  Landschaftsschutzgebiet entzogen und somit der Bestand an klimaaktiven Flächen sogar verringert. Dies ist für den BUND Köln komplett unverständlich!

Wir kämpfen weiter! Und Sie können aktiv mitmachen! 

Darum ist es jetzt auch umso wichtiger, dass jede*r Bürger*in eine eigene, individuelle schriftliche Eingabe (= Stellungnahme) an das Stadtplanungsamt sendet und so von ihrem*seinem bürgerlichen Mitspracherecht Gebrauch macht. Eine E-Mail ist ungültig.

Im Prozess der Offenlage vom 4.Juli bis 30.August (Eingangsstempel gilt!) können alle individuellen Eingaben an folgende Adresse gesendet werden (es empfiehlt sich ein Einwurf-Einschreiben):

Stadt Köln
Stadtplanungsamt
Stadthaus Deutz
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Betreff: Offenlage "Erweiterung RheinEnergie-Sportpark" in Köln Sülz

Eine Kopie bitte an den

Stellvertretenden Bezirksbürgermeister
Bezirksrathaus Lindenthal
Aachener Str. 220
50931 Köln

Dort werden die Eingaben parallel gesammelt.

Die Form spielt dabei keine Rolle, von Nutzen sind Verweise auf die ausgelegten Unterlagen[1]. Eine formlose Einwendung reicht vollkommen aus.

Wer eine Eingabe macht sollte außerdem im Betreff schreiben: "Bezugnehmend auf den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan habe ich folgende Einwendungen..."

Sachargumente können gerne durch persönliche Betroffenheit ergänzt werden. Der Umweltbericht der Stadt Köln sollte kritisch hinterfragt werden und dagegen argumentiert werden.

Einen guten Leitfaden mit FAQs.

Sollte der Rat der Stadt Köln der Bebauung zustimmen, bliebe als letzter Schritt nur der Klageweg, der zur Zeit vom BUND geprüft wird.

[1] Ausgelegte Unterlagen

Die Offenlage "Erweiterung RheinEnergie-Sportpark in Köln" Sülz erfolgt vom 4.Juli bis 30.August: 

Stadtplanungsamt
Stadthaus Deutz
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Zimmer: 09 B 21

Montag und Donnerstag  8 - 16 Uhr
Dienstag                             8 - 18 Uhr
Mittwoch und Freitag       8 - 12 Uhr
und nach Vereinbarung

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