Straßenbeläuchtung in Köln

Lichtverschmutzung

Die Arbeitsgruppe „Lichtverschmutzung“ hat sich im Juni 2024 gegründet und gehört zum Arbeitskreis „Politik und Stadtentwicklung“. Wir beschäftigen uns mit der zunehmenden Aufhellung der Nacht durch künstliche Beleuchtung und deren negativen Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und Menschen.

Helle künstliche Beleuchtung in der Nacht, eine Gefahr für Insekten Helle künstliche Beleuchtung in der Nacht, eine Gefahr für Insekten  (Foto: Manuela Franke)

Seit Millionen von Jahren prägt der Tag-Nacht-Rhythmus die innere Uhr aller Lebewesen. Dieser Rhythmus wird durch künstliche Beleuchtung erheblich gestört mit gravierenden Folgen.

Wir möchten auf die zunehmende Lichtverschmutzung und ihre negativen Folgen aufmerksam machen und Lösungen aufzeigen, um ein Umdenken hin zu einem verantwortungsvollen Umgang mit künstlichem Licht zu bewirken.

Unser Ziel sind Beleuchtungskonzepte, die auch ökologische und nachhaltige Kriterien berücksichtigen und Licht verantwortungsvoll, intelligent und sparsam einsetzen.

Dabei darf das Sicherheitsgefühl von Menschen nicht vernachlässigt werden. Selbstverständlich darf Beleuchtung nicht dort ausgeschaltet werden, wo sie nachweislich der Sicherheit dient, aber helleres Licht bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit. Im Gegenteil, es kann blenden und so zu Gefährdung führen.

Der jährliche Zuwachs der Lichtverschmutzung in Deutschland wird auf etwa sechs Prozent geschätzt. Ein Großteil davon stammt von unnötigen sowie ineffektiven und schlecht konstruierten Lichtquellen. Der Wechsel zu LED-Beleuchtung führt oft zu einem "Rebound-Effekt": Das eingesparte Geld wird für noch mehr und noch hellere Lampen ausgegeben.

Lichtverschmutzung schadet dem Klima, tötet Insekten, wirkt sich negativ auf die Artenvielfalt aus und kann durch Störung des Tag-Nacht-Rhythmus die Gesundheit von Menschen gefährden. Zudem kostet die Energieverschwendung unnötig viel Geld.

Viele Tiere orientieren sich an natürlichen Lichtquellen wie dem Mond und den Sternen, um zu navigieren oder ihren Tag-Nacht-Rhythmus zu steuern.

Tagaktive Lebewesen benötigen die dunkle Nacht zur Erholung und Regeneration, während nachtaktive Tiere nur in natürlicher Dunkelheit ein gesundes Lebensumfeld für Nahrungssuche, Fortpflanzung oder Bestäubung finden.

Es ist wichtig, die nächtliche Dunkelheit als schützenswertes Ökosystem für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu verstehen, da dies die Grundlage unseres menschlichen Lebens ist.

Als Naturschutzverband liegt uns dabei der Artenschutz besonders am Herzen. Deshalb ist es uns wichtig, die Schutzgebiete und Grünflächen vor Lichtverschmutzung zu schützen.

Macht mit!

AG Lichtverschmutzung

Wir treffen uns jeden Monat von 19 bis 21 Uhr im BUND-Büro in der Alten Feuerwache. Wenn Du an eine Sitzung teilnehmen möchtest, sende bitte eine E-mail an unser Büro unter buero(at)bund-koeln.de. Wir teilen Dir dann mit, wann das Treffen stattfindet.

 

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