Jungamsel verspeist die leckeren Beeren der Eberesche (Bild: Andrea Eßfeld)
Die städtischen Wildvögel brauchen dringend mehr heimische Bäume, Sträucher und Wildstauden, damit sie sich selbst und ihre Jungen versorgen können.
Solange der Trend zu sterilen, aufgeräumten Vorgärten, Kleingärten und Grünanlagen weiter anhält, ist maßvolles Zufüttern sinnvoll.
Das oberste Ziel sollte jedoch immer der Erhalt, die Neuanlage und die Pflege von natürlichen Lebensräumen sein. Ein Obstbaum im Vorgarten oder das beliebteste Vogelnährgehölz, die Eberesche (63 Vogelarten fressen die Beeren), wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
Im Übrigen gilt, unsere Vögel lieben alles was mit „UN“ beginnt:
UNKRAUT: Wildkräuter wie Gänsefuß, Löwenzahn,Vogelmiere, Flohknöterich, Nachtkerze, Wegwarte, Gänse-Kratzdistel, Hornklee, Brennnessel, Spitz- und Breitwegerich und verschiedene Wildgräsersamen. (Buchtipp: Brunhilde Bross-Burkkardt Lob des Unkrauts Wilde Panzen in Garten und Stadt - nützlich und schön. Bern: Haupt Verlag. 1. Ausgabe: 2015)
UNGEZIEFER: Eiweißreiche Nahrung wie Schnecken, Insekten, Larven, Raupen, Spinnen, Würmer, Fliegen, Läuse. Blau- und Kohlmeisen lieben die Raupen des Frostspanners.
UNVERDAUTE Haferkörner in Pferdeäpfeln sind die Leibspeise des Spatzen.
UNDURCHDRINGLICHE Hecken, Sträucher und Fassadengrün zum Verstecken und Aufziehen der Jungen.
UNBERÜHRTE LANDSCHAFT liefert die beste Nahrung, die kein Vogelfutter auf die Dauer ersetzen kann.
UNORDNUNG: Wilde Ecken im Garten oder Vorgarten mit einer Wiese, deren Gräser und Wildstauden blühen dürfen, helfen den Insekten, die für die Aufzucht der Jungvögel unverzichtbar sind. Im Herbst sollten die Stauden stehengelassen werden, weil viele Insekten und Spinnen darin überwintern. So finden Rotkehlchen und Zaunkönig auch im Winter eiweißreiches Futter.
UNORDENTLICHE Baumscheiben: heimische Wildstauden sind die wichtigste Nahrungsquelle für unsere Vögel und Insekten. Wenn wohlmeinende Baumscheibenpaten das „Unkraut“ mit Rindenmulch bekämpfen, vernichten sie Kleinstlebewesen im Boden, die eine wichtige Vogelnahrung sind.
Nichts tun ist oft besser, deshalb: Wildwuchs auf Baumscheiben stehen lassen, wie es in der Schweiz schon gehandhabt wird, um die Artenvielfalt wieder zu fördern.
Eh-Da-Flächen (Brachflächen) mit Wildwuchs sollten geduldet und Laub im Herbst unter Hecken oder auf Baumscheiben liegen gelassen werden. Darunter finden unsere Blätterwender unter den Insekten- und Weichfressern Käfer, Larven, Spinnen, Würmer und Insekten.
Star am Energiekuchen (Bild: Cristina Krippahl)
VÖGEL FÜTTERN MACHT VIEL ARBEIT
Wer billige Meisenknödel in die Natur hängt und sie dann vergisst, sollte das Füttern lieber ganz lassen. Die unappetitlichen Knödel gammeln vor sich hin und begrüßen als verschimmelte Restklumpen im Plastikstrumpf das nächste Frühjahr. Meisenknödel sollten ohne Netze in Meisenknödelhaltern oder in einem Meisenknödelkranz verfüttert werden, damit die Vögel nicht mit ihren feinen Krallen in den Netzen hängenbleiben. Gute Meisenknödel gibt es z.B. bei Vivara, GEVO, Pauls Futtermühle oder Versele Laga. Viele Supermarkt- oder Baumarktfuttermischungen enthalten neben Industriefetten einen hohen Anteil an Getreidekörnern, die kaum gefressen werden. Feine Sämereien, wie sie in artgerechten Mischungen enthalten sind, findet man hier nicht. Eine gute Mischung besteht größtenteils aus Sonnenblumenkernen, einem geringeren Anteil Hanfsamen und feinen Samen wie Hirse, Salatsamen und Grassamen. Für Waldvögel gibt es spezielle Futtermischungen.( z.B. von Versele Laga)
AUSBREITUNG VON KRANKHEITEN VERMEIDEN
Durch Futtersäulen und Vogelhäuser mit Silo und Anlegen mehrerer Futterstellen minimiert man das Ansteckungsrisiko. Da viele Vögel zur Futterstelle kommen,
ist leider die Gefahr der Ansteckung sehr groß. Gerade Finkenvögel (Buchfinken, Grünfinken, Distelfinken) sind besonders anfällig und stecken sich nicht nur durch verunreinigtes Trinkwasser, oder verunreinigtes Futter in herkömmlichen Futterhäusern an, auch die Futtersäulen können ein Problem werden, wenn man die Futteröffnungen und Sitzringe nicht regelmäßig reinigt. Da sie beim Fressen ihre Schnäbel daran abstreifen, werden auch hier schnell Krankheiten übertragen. Tipp:
die Futtersäule leer fressen lassen und vor dem nächsten Füllen gründlich reinigen. Die Auffangschalen, die man unter die Futtersäulen schrauben kann, damit kein Futter auf den Boden fällt, bergen ein ähnliches Problem wie die herkömmlichen Vogelfutterhäuser. Die Futterreste bleiben darauf liegen und werden bei Regen feucht. Außerdem können auch hier die Vögel das Futter durch Kot verunreinigen. Die Vögel stecken sich dann beim Futteraufpicken auf den Auffangscheiben an, wenn diese nicht täglich gereinigt werden. (Täglich Futterreste von der Auffangschale entfernen und diese mit Küchenkrepp reinigen)
ACHTUNG! Bei feuchtem Regenwetter, auch im Winter, können Nüsse und Körner schnell von Schimmelpilzen befallen werden, die gefährliche Gifte produzieren.
Deshalb sollten die Futtersäulen regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Wer handwerklich geschickt ist, findet eine sehr gute Bauanleitung für ein Vogelfutterhaus mit Silo bei: https://www.tueftler-und-heimwerker.de/vogelfutterhaus-selber-bauen
VOGELTRÄNKE
Wenn gefüttert wird, muss auch an eine Vogeltränke gedacht werden. Gerade im Winter, wenn der Boden gefroren ist, brauchen besonders die Körnerfresser Trinkwasser! Die Vogeltränken sollten idealerweise zwei mal täglich gereinigt werden, im Sommer noch öfter mit Bürste und kochendem Wasser.
Zwei Distelfinken (auch Stieglitz genannt) und eine Kohlmeise an einer Futtersäule (Bild: Andrea Eßfeld)
WER KOMMT ZUR FUTTERSTELLE?
Körnerfresser erkennt man an ihrem kräftigen Schnabel. Buchfink, Grünfink, Feldsperling, Haussperling und Kernbeißer fressen verschiedene Körnermischungen,wobei geschälte Sonnenblumenkerne bei fast allen Vögeln beliebt sind. Wen Schalenabfall nicht stört, der kann auch schwarze Sonnenblumenkerne, die besonders energiehaltig sind, servieren. Die eiweißreiche Hanfsaat enhält wertvolle Omega-3 und -6 Fettsäuren. Da nicht alle Vögel Hanf fressen, sollte nur ein kleinerer Anteil verfüttert werden.
Die reinen Insektenfresser Mauersegler und Schwalben, sind Zugvögel und daher im Winter an der Futterstelle nicht anzutreffen.
Insektenfressende und beerenfressende Vogelarten haben einen feinen, spitzen Schnabel. Rotkehlchen, Grasmücke, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel, Drossel, Star, Schwanzmeise, Baumläufer und Wintergoldhähnchen, sie alle bevorzugen einen Weichfutter-Mix aus feinen Haferflocken, zerkleinertem Trockenobst, getrockneten Mehlwürmern, Insekten und ungeschwefelten Bio-Rosinen. Auch fein gehackte Wal- und Haselnüsse sowie Rindertalg werden gern gefressen. Gehackte, geschälte Sonnenblumenkerne und feiner Nußbruch werden von den kleinsten Vögeln wie dem Zaunkönig gerne gefuttert. Amseln und Drosseln lieben angefaultes Fallobst.
Hinweis: Die Trennung in Insekten- und Körnerfresser ist im Winter fließend. Viele Insekten-Weichfresser steigen im Winter auch auf Körnerfutter um, wenn die Nüsse
und Sonnenblumenkerne fein gehackt sind.
Wasservögel sollte man nur bei zugefrorenen Gewässern und nur an Land füttern. Geeignet sind Hühnerfutter, Getreide, Haferflocken und spezielle Pellets, die es im Handel gibt. Auf keinen Fall darf Brot gefüttert werden, es hat einen viel zu hohen Salzgehalt, der den Tieren schadet.
Greifvögeln hilft man im Winter, indem man kein Mäusegift im Garten auslegt, so können sie hier immer Mäuse finden. Das Füttern mit Fleischbrocken sollte
man den Profis überlassen.
Gutes Futter für alle Vögel besteht aus folgenden Zutaten: Samen, Nüssen, Obst, Fett und getrockneten Insekten
Mit folgenden Zutaten versorgt man viele verschiedene Vogelgäste: Sonnenblumenkerne, Hanfsaat, feine Samen, Bio-Blaumohn (Zaunkönig), Walnüsse, Haselnüsse, Erdnüsse, feste-rote Kolbenhirse (Spatzen), getrocknete Mehlwürmer, getrocknete Insekten, feine Vollkorn-Haferflocken, ungeschwefelte Rosinen, getrocknete Beeren von heimischen Wildsträuchern wie zum Beispiel Weißdorn, Eberesche, Holunder, Mehlbeere, Berberitze oder Hagebutten.
Ganze, reife Äpfel, die schon etwas angegammelt sind, sind der Renner bei Amseln und Drosseln. Die “Futtermischung für kleine Vögel“, das Fettfutter „nahrhafte Insektenleckerbissen“ und „Mini-Erdnussleckerbissen“ bekommt man bei Vivara.
Rindertalg für die eigene Fettfutterherstellung bekommt man günstig bei Vogeltreff 24: https://www.vogeltreff24.de/Rindertalg/
Einige Zutaten für die Wildvogelfütterung (Photo: Andrea Eßfeld)
FETTFUTTERHERSTELLUNG für die WEICHFRESSER:
- 100 g in der Mandelmühle gemahlene Erdnüsse
- 100 g feine Bio-Haferflocken
- 30 g getrocknete Mehlwürmer
- 50 g Rosinen
Diese Zutaten werden in 250 g erwärmten (bis er flüssig ist, nicht zu stark erhitzen) Rindertalg gerührt. Dazu noch 2-3 Eßl. Bio-Sonnenblumenöl, damit der Talg bei Frost nicht brüchig wird. Etwas abkühlen lassen und in eine halbe Kokosnuss füllen.
Für die Körnerfresser nimmt man 250g Rindertalg und 3 Eßl. Öl und mischt 300g verschiedene Körner (feine Saat, Sonnenblumenkerne, Hanf) gehackte Nüsse
dazu. Es können immer etwas mehr Körner und gehackte Nüsse als die Fettmenge genommen werden im Verhältnis 1:1,5.
Ein weiteres Rezept für Weichfresser:
In 300g geschmolzenen Rindertalg werden 2 Eßl.Sonnenblumen-Öl, 250g feine Haferflocken (oder 250g Weizenkleie) und 50g Rosinen gemischt. Wer das Fettfutter nicht selber herstellen mag, kann Energiekuchen, Fettblöcke, gefüllte Kokosnüsse und Meisenknödel kaufen.
Unsere Insekten- und Weichfresser lieben im Winter Fettfutter. Energiekuchen sind heiß begehrt bei Staren, Rotkehlchen, Meisen, Kleibern aber auch bei Buntspechten. Für die Bodenfresser gibt es auf dem Futtertisch nahrhafte Erdnuss-Leckerbissen (futtern Rotkehlchen und Amseln gerne) und Mini-Mehlwürmer-Leckerbissen von Vivara. Man kann auch in Rindertalg getränkte feine Bio-Haferflocken mit einer Portion Rosinen und getrockneten Mehlwürmern servieren. Der Rindertalg darf nur leicht erhitzt werden. Die Haferflocken sollten alles Fett aufsaugen und nicht zusammenkleben. Wenn man zu viel Fett nimmt, verkleben sich die Vögel ihr Gefieder bei ihren üblichen Streitereien am Futterplatz. Die gefetteten Haferflocken sollten an einem Tag weggefressen werden, da sie schnell schlecht werden. Die Mini-Mehlwürmer-Leckerbissen sind nicht nur bei den Bodenfressern heiß begehrt. Blaumeisen, Kohlmeisen und Stare und viele andere fliegen darauf ab.
Vorschlag für die Befüllung der Futtersäule Maximum von Vivara Geschälte Sonnenblumenkerne vermischt mit der Futtermischung für kleine Vögel, im Verhältnis 2:1. Oder man nimmt nur geschälte Sonnenblumenkerne. Die Futtermischung für kleine Vögel enthält gehackte Sonnenblumenkerne und gehackte Erdnüsse, die von fast allen Vögeln verspeist werden. Eine weitere, sehr gute Mischung ist „energiereiche Samen plus“ von Vivara.
Gute geschälte Bio- Sonnenblumenkernen gibt es bei Alnatura oder im DM-Markt 500 g kosten 1,65€. Die deutsche Firma Spinne hat auch sehr gute, geschälte Son-
nenblumenkerne (nicht Bio) 2,5kg für 6,40€ oder 25 kg für 39,90€ (bei Mühle Gladen online bestellbar: https://www.muehle-gladen.de/Brieftauben/Aktionswoche/Sonnenblumenkerne-geschaelt-1A-25kg.html?listtype=search&searchparam=Sonnenblumenkerne
Männlicher Haussperling, auch Spatz genannt (Bild: Andrea Eßfeld)
EMPFEHLUNG FÜR DIE SPATZENFÜTTERUNG
Für die HAUSSPERLINGE ist die Wellensittichfuttermischung „Versele Wellensittiche Jo Mannes Euro Champ“ (bei Mühle Gladen) besonders geeignet, da diese Futtermischung einen hohen Anteil (50%) an Glanzsaat enthält https://www.muehle-gladen.de/Voegel/Ziervoegel/Futter/Versele-Laga/Versele-Wellensittiche-Jo-Mannes-Euro-Champ-20-kg.html
Glanzsaat entspricht dem ursprünglichen Futter der ehemaligen Steppenbewohner, die sich von Grassamen ernährt haben. Glanzsaat gehört zur Familie der Süßgräser. Neben Hafer hat die kohlenhydratreiche Glanzsaat den höchsten Proteingehalt und enthält hochwertige Fettsäuren. Da die Glanzsaat leicht zu öffnen ist, können die Jungspatzen diese sehr schnell selber fressen, wenn ihre Eltern sie nach 2-3 Wochen nicht mehr mit Insekten Spinnen und Käfern versorgen.
Da Wellensittichfutter aus feinen Körnern besteht, ist die „Nigerfuttersäule Metall 43cm“ von Vivara bestens dafür geeignet, damit nicht zu viel Futter aus den Futteröffnungen herausrutscht. https://www.nabu-shop.de/nigersaaten-futtersaule-metall-oder-kunststoff
Spatzen lieben auch weiße, feste Kolbenhirse https://www.hirse-paradies.de/de/weisse-feste-kolbenhirse-lange-wuchsform-getrocknet-1-kg.html
Beim Hirsezentrum Pleidelsheim gibt auch sehr gute Hirse. Auch die Ganzjahres-Meisenknödel von GEVO oder die gefüllten, halben Kokosnüsse von Vivara werden gerne gefuttert. Um herauszufinden, was am liebsten gefressen wird, sollte man am Anfang nur kleine Mengen von verschiedenem Futtersorten anbieten. Schnell sieht man, was liegen bleibt oder was besonders gerne gefressen wird und kann so die Futterstelle optimal einrichten.
GEDANKEN ZUR GANZJAHRESFÜTTERUNG
Wer Wildvögel füttert, läuft Gefahr, die Ausbreitung von Krankheiten und Parasiten zu fördern; Naturschutzprobleme werden durch das Füttern nicht gelöst.
Selbst wenn alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden, können sich Krankheiten und Parasiten an Futterplätzen sehr schnell ausbreiten. Verunreinigungen durch Speichel, Kot und Federstaub stellen ein enormes Ansteckungssrisiko dar, das man nicht unterschätzen sollte. Besonders Jungvögel sind davon häufig betroffen.
Sollte an der Futterstelle ein toter oder kranker Vogel gefunden werden, muß die Futterstelle sofort geschlossen werden. Alle Futtergeräte und der Boden unter der Futterstelle müssen gründlich gereinigt werden. Auch wenn aufgeplusterte Grünfinken oder andere Finkenvögel im Futter herumstochern und krampfhaft versuchen Futter aufzunehmen, sollte die Futterstelle sofort geschlossen werden, um ein Ausbreiten der hochansteckenden Trichomonadeninfektion zu verhindern. Die Vogeltränke muß mit kochendem Wasser gereinigt werden und mindestens 24 Stunden besser noch 48 Stunden vollständig austrocknen.
Anzeichen der Trichomonadeninfektion: schaumiger Speichel, der die Nahrungsaufnahem unmöglich macht, enormer Durst und keine Scheu vor dem Menschen. Auch wenn es schwer fällt, die Futterstelle sollte dann für einige Zeit (mindestens 2 Wochen) geschlossen werden, um die vielen gesunden Vögel vor der Ansteckung zu schützen.
Anhang
Tabelle natürlicher Nahrungsquellen:
http://www.soz-etc.com/natur/voegel/vogelnahrung.html
2018 erschien ein neues Buch des renommierten Ornithologen Uwe Westphal: Das Große Buch der Gartenvögel: Unsere Vögel im Garten erleben, fördern, schützen. ISBN: 978-3895663758
Zwei weitere sehr lesenswerte Bücher von Uwe Westphal sind: Hecken-Lebensräume in Garten und Landschaft ISBN: 978-3-89566-296-6 2.Auflage 2015 PalaVerlag
Mehr Platz für den Spatz ISBN: 978-3-89566-353-6 2016 Pala-verlag