BUND-Kreisgruppe Köln

Z - Kölner Tiere

Zaunkönig - Troglodytes troglodytes

Kategorie: Tiere in Hecken

Ein Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) auf einer Wiese. Ein Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) auf einer Wiese.  (EvgeniT/Pixabay)

Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) ist einer der kleinsten Vögel Europas. Er ist von kurzer, gedrungener, rundlicher Gestalt – böse Zungen würden sagen breit wie hoch – und stellt seinen Schwanz typischerweise nach oben, wenn er nicht gerade fliegt. Wenn er jedoch fliegt, dann meistens in Bodennähe. Als Zugvogel pendelt er in den Wintermonaten meist in eher wärmere Gefilde, bis er ab März wieder in seine angestammte Heimat zurückkehrt.

Als Nahrung bevorzugt er Spinnentiere und Insekten, wobei er auch deren Eier und Larven verspeist. Insbesondere Schmetterlinge, Nachtfalter, Libellen, Mücken, aber auch der Gemeine Ohrwurm sind eine beliebte Jagdbeute. Selten steigt er aber auch auf pflanzliche Kost, wie Beeren oder Samen um.

Da auch der Zaunkönig nicht in luftigen Höhen seine Nester baut, bieten sich besonders dichte Hecken als Habitat an. Diese Verstecke sind auch bei anderen Vögeln sehr begehrt, wobei der Zaunkönig mit diesen meist nicht in Konkurrenz steht. So akzeptiert er beispielsweise Rotkehlen, Heckenbraunellen und Spatzen durchaus in seiner Nähe. Als potentielle Eierdiebe gelten jedoch Rabenvögel und Eichelhäher, sowie Ratten, Mäuse und Igel. Auch die Jungvögel des Kuckucks stellen eine Gefahr für die Brut des Zaunkönigs dar, da diese in der Lage sind, bei der Fütterung das kleine Vogelnest zu zerstören.

Bereits in frühen griechischen Fabeln fand der Zaunkönig Erwähnung und auch Shakespeare hat den "wren" (englische Bezeichnung für den Zaunkönig) in mehreren seiner Werke erwähnt. Im deutschsprachigen Raum wurde er früher auch als Winter- oder Schneekönig bezeichnet. Ähnlich wie bei "schimpfen wie ein Rohrspatz" hat demnach auch die Redewendung "sich freuen wie ein Schneekönig" ihren Ursprung im Vergleich menschlicher mit tierischen Eigenschaften.


 

Zikade - Auchenorrhyncha

Zikade (Auchenorrhyncha) auf der Gleueler Wiese in Köln. Zikade (Auchenorrhyncha) auf der Gleueler Wiese in Köln.  (Cristina Krippahl)

2019, Fundort: Gleueler Wiese


Zitronenfalter - Gonepteryx rhamni

Kategorie: Tiere in Hecken

Ein Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) auf der Blüte einer Distel. Ein Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) auf der Blüte einer Distel.  (Cristina Krippahl)

Der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) ist wohl einer der bekanntesten Tagfalter in Deutschland. Seine charakteristischen zitronengelben (Männchen) bis blassgrünen (Weibchen) Flügel mit zugespitzten Flügelenden machen ihn auch für Laien gut identifizierbar.

Der Zitronenfalter erlangte bereits im Jahre 2002 den Titel "Insekt des Jahres" und ist zum Glück nicht auf der Liste der bedrohten Arten. Er wird bis zu 12 Monate alt und hat somit die längste Lebenserwartung unter den europäischen Schmetterlingen. Ab März werden die Falter nach ihrer Überwinterungszeit wieder aktiv und legen ihre Eier ab April. Die Raupen sind dann zwischen Mai und Juni unterwegs. Ab Ende Juni schlüpfen die Schmetterlinge, bis sie sich während der heißen Sommermonate in Verstecke zurückziehen. Erst danach verlassen sie diese wieder, um dann im Spätherbst ihre Überwinterungsplätze zu suchen.

Auf dem Speiseplan der Raupen stehen vor allem Kreuzdornarten, wie beispielweise der Faulbaum (Frangula alnus). Neben dem blütenreichen Saum für die ausgewachsenen Schmetterlinge sind also auch Kreuzdornarten in Hecken eine gute Idee, um beste Voraussetzungen für diesen Tagfalter zu schaffen.


 

Zünsler - Crambidae

Zünsler (Crambidae) auf der Gleueler Wiese in Köln. Zünsler (Crambidae) auf der Gleueler Wiese in Köln.  (Cristina Krippahl)

2019, Fundort: Gleueler Wiese


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