BUND-Kreisgruppe Köln

I - Kölner Tiere

Igel - Erinaceus europaeus

Kategorie: Tiere in Hecken

Igel im Garten Igel im Garten  (Alexas_Fotos/Pixabay)

Als nachtaktive Insektenfresser entgehen Igel (Erinaceus europaeus) meist unserer Aufmerksamkeit. Ihre Anwesenheit verraten des Nachts ihre schnüffelnden Geräusche bei der Nahrungssuche sowie ihre fauchenden Lautäußerungen bei Revierstreitigkeiten und bei der Paarung, die ihnen im Englischen den passenden Namen "hedgehog" (Heckenschwein) einbrachten. Tagsüber künden nur ihre typischen Grabspuren von ihren nächtlichen Ausflügen. Die Hauptnahrung des Igels besteht zum größten Teil aus Insekten, Tausendfüßern und Regenwürmern. Schnecken, Aas und größere Tiere bereichern nur selten den Speiseplan.

Ein ausgewachsener Igel erreicht eine Länge von bis zu 30 cm und ist in ein schützendes Stachelkleid gehüllt. Es handelt sich bei diesen Stacheln eigentlich um modifizierte 2-3 cm lange Haare.

Igel bevorzugen reich gegliederte Landschaften mit einem abwechslungsreichen Bewuchs aus Hecken, Gebüschen oder Weideland mit Totholzbeständen und Ruderalflächen, wie sie früher in der Agrarlandschaft häufig anzutreffen waren. Mit dem Verschwinden dieser Strukturen auf dem Land zieht es die Igel immer häufiger in die vielfältig strukturierten urbanen Gebiete, die ihnen günstigere Lebensbedingungen bieten. Hier sind Gebüsche und Hecken als Ruheplätze und Überwinterungsverstecke sehr begehrt. Igel nutzen hierbei den Schutz der linienartigen, bewachsenen Strukturen, um sich zwischen ihren Jagdgebieten zu bewegen.

Auf dem Land stellen hauptsächlich Füchse, Dachse und der Uhu dem Igel nach. In der Stadt hat leider der Straßenverkehr diese Stellung eingenommen.

Sollten Sie im Herbst einen Igel finden, der weniger als 500 g wiegt, sollte er tierärztlich versorgt werden! Mehr zu Igeln im Herbst.

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