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BUND-Kreisgruppe Köln

Wasserskianlage am Rather See ist unverträglich

21. Januar 2020 | Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Planung und Stellungnahmen, Stadtökologie, Tiere und Pflanzen

BUND Köln spricht sich gegen eine Bebauung aus.

Der Rather See in Köln.  (Holger Sticht)

Anlässlich der bevorstehenden Beratungen in der Bezirksvertretung Kalk und im Stadtrat über den Bebauungsplan Rather See kritisiert die Kreisgruppe Köln des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen (BUND Köln) das Vorhaben scharf.

"Eine Wasserskianlage ist unvereinbar mit der vorgeschriebenen landschaftsorientierten Erholung und dem Erhalt streng geschützter Lebensraumtypen", sagte Holger Sticht, Vorstandsmitglied des BUND Köln.

Der BUND verweist auf seine Stellungnahme vom 11. Oktober 2018, die in wesentlichen Punkten von der Verwaltung nicht beachtet worden sei.

"Die Wasserskianlage ist ein kommerzieller Betrieb, der auf eine überregionale Nachfrage mit bis zu 5.000 Besuchern ausgerichtet und angewiesen ist. PKW-Verkehre mit ihren Schadstoff- und Lärmemissionen werden, noch dazu mitten im Siedlungsbereich, künstlich induziert. Die im Regionalplan für dieses Landschaftsschutzgebiet vorgeschriebene "landschaftsorientierte Erholung" dagegen wird gleichzeitig weitgehend verdrängt", sagte Sticht.

Er verweist auf die nicht legale, aber durch den Eigentümer seit Jahrzehnten geduldete Nutzung der Anwohner, welche durch die Wasserskianlage stark eingeschränkt werden würde.

Sticht verweist zudem auf die Mängel des artenschutzrechtlichen Fachbeitrags. So sei etwa die Unterwasservegetation nie untersucht worden, obwohl die Hinweise auf einen EU-weit streng geschützten Lebensraumtyp rechtzeitig zur Kenntnis gegeben worden seien. Zudem ist der Vorlage zu entnehmen, dass die Eingriffe in Natur und Landschaft nicht vollständig ausgeglichen werden könnten.

"Mit einem solch defizitären Bebauungsplanentwurf wird jeder Klage Tür und Tor geöffnet. Da hat dann auch der Investor und der durch CDU und SPD hofierte Großgrundbesitzer nichts davon", meint Sticht.

Kontakt: Holger Sticht, 0152 / 34 28 95 94, holger.sticht(at)bund.net

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