BUND-Kreisgruppe Köln
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Pressemitteilung Illegale BMX- und Mountainbikestrecken

14. Juni 2021

Pressedienst

Pressedienst                                                                    Köln, 11.6. 2021

 

BUND: mehr Konsequenz bei illegalen BMX- und Mountainbike-Strecken

Kinder und Jugendliche brauchen ortsnahe attraktive Alternativen

 

Die Ausbreitung illegaler Strecken für BMX (Bicycle MotoCross) -Räder und Mountainbike nimmt, verstärkt durch die COVID-19-Pandemie und dem damit verbundenen größeren Mobilitäts- und Freizeitbedürfnis, zu. Im Stadtgebiet wurden inzwischen 22 meist illegal angelegter sogenannter Trails ermittelt. „Kinder und Jugendliche brauchen zwar möglichst ortsnahe Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Das darf aber nicht zu Lasten von Natur und Landschaft erfolgen“, sagte BUND Vorstandsmitglied Helmut Röscheisen. Beim Bau von Parcours, Strecken mit Hindernissen und Sprungrampen, werden häufig Pflanzen, Sträucher und das Wurzelwerk von Bäumen sowie das Bodenleben durch Aufschüttungen und Ausgrabungen beeinträchtigt. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht vorsätzlich oder fahrlässig vorgenommene Eingriffe und damit Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen in Natur und Landschaft als Ordnungswidrigkeit an, die mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Nach dem Landesforstgesetz NRW handelt ordnungswidrig, wer den Wald beschädigt oder die Erholung anderer unzumutbar beeinträchtigt. Auch in diesem Fall kann eine Geldbuße von 25.000 Euro verhängt werden. Der BUND Köln fordert daher Schwerpunktkontrollen und die Ahndung von Verstößen.

 

„Ich habe inzwischen die Kölner Stadtverwaltung um Auskunft gebeten, wie sich die 22 Strecken für BMX – Räder und Mountainbike auf das Stadtgebiet verteilen, wie gravierend die Eingriffe sind, welchen Schutzstatus die Flächen haben und ob der bisherige Rückbau von Trails erfolgreich war, “erläuterte Harald von der Stein, Vorsitzender des Naturschutzbeirats.

 

Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen: „Es gibt inzwischen einige Alternativen zu illegalen Strecken in Köln wie die Pumptrack-Anlage im Sportpark Müngersdorf, eine Anlage in Neuehrenfeld, Nähe Takufeld, den Skatepark im Rheinauhafen und eine Anlage im Deutzer Rheinpark und weitere sollen folgen“.

 

 

Kontakt und weitere Infos:

Dr. Helmut Röscheisen, 0160/ 97 209 108

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