Kreuzfeld ist für Klimaschutz wichtiger als für Wohnbebauung

03. August 2026 | AK Politik und Stadtentwicklung, Politische Arbeit, Wohnungsbau

BUND Köln fordert Kurskorrektur von Stadtpolitik

Blick auf den Rhein am 1.8. vom Rheinauhafen aus (Foto: Erika Christ)

Köln. Der Flusspegel des Rheins erreicht einen Rekordtiefstand. In Frankreich und Spanien sprechen Feuerwehrleute angesichts dramatischer Waldbrände von kriegsähnlichen Zuständen. Die Auswirkungen der alarmierenden Klimaveränderungen sind unübersehbar und kommunale Spitzenverbände rufen nach Milliardensummen für Klimaanpassungsmaßnahmen. In Köln dagegen wird stur an Planungen für den neuen Stadtteil Kreuzfeld festgehalten, obwohl fast die Hälfte des Stadtgebietes bereits versiegelt ist.

„Es ist höchste Zeit, dass die Kölner Politik die Zeichen der Zeit erkennt und Fehlentwicklungen korrigiert. Kreuzfeld darf als wichtiges Kaltluftentstehungsgebiet auf einer Fläche von etwa 90 ha nicht für Wohnungsbau oder Olympiaspektakel geopfert werden. Auch andere diskutierte großflächige Siedlungserweiterungen in Zündorf-Süd oder in der Rath-Heumarer-Feldflur müssen in die Schublade. Der nach wie vor ungezügelte Boden- und Flächenverbrauch ist in Köln zu stoppen und bis spätestens 2030 auf Netto Null bringen,“ verlangte Helmut Röscheisen, Vorstandsmitglied der Kölner Kreisgruppe des BUND. 

Klimaschutz muss nicht gegen notwendigen und bezahlbaren Wohnungsbau ausgespielt werden. Es gibt nach Ansicht des BUND Köln ausreichende Wohnflächen bei der Bebauung von Konversionsgebieten in Mülheim, Kalk und Deutz sowie Aufstockungen bei vorhandenen Gebäuden, der Überbauung von Parkflächen und eingeschossigen Discountern, der Nutzung von Leerständen und nicht zuletzt Wohnungstausch.

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