Immer mehr Flächenfraß durch neue Gebäude, auch in Köln.
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Köln. Die Zahl der Hitzetage in Köln über 30 Grad Celsius nimmt immer mehr zu, die Bedeutung von Kaltluftentstehungsgebieten im Stadtgebiet entsprechend auch.
„Wir müssen den nach wie vor ungezügelten Boden- und Flächenverbrauch in Köln stoppen und bis spätestens 2030 auf Netto Null bringen. Nahezu die Hälfte des Stadtgebietes ist bereits versiegelt. Der geplante neue Stadtteil Kreuzfeld mit einer Fläche von 88 ha im Kölner Norden darf wegen seiner großen Bedeutung als Kaltluftentstehungsgebiet und für die Landwirtschaft nicht verwirklicht werden“, sagte Helmut Röscheisen, Vorstandsmitglied der Kölner Kreisgruppe des BUND. Auch auf andere großflächige Siedlungserweiterungen wie in Zündorf-Süd oder in der Rath-Heumarer-Feldflur sei zu verzichten.
Klimaschutz dürfe aber nicht gegen notwendigen und bezahlbaren Wohnungsbau ausgespielt werden. Ausreichende Wohnflächen können nach Ansicht des BUND Köln bei der Bebauung von Konversionsflächen in Mülheim, Kalk und Deutz sowie Aufstockungen bei vorhandenen Gebäuden und Überbauung auf Flächen von eingeschossigem Einzelhandel, Discountern und Parkplätzen geschaffen werden. Zusätzliches Wohnraumpotenzial entstehe durch kommunale Wohnungstauschbörsen.