BUND-Kreisgruppe Köln
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„Grundsätzlich sind wir für die Nutzung von Industrieflächen, aber es muss vertretbar sein“ -Vorstandsmitglied des BUND-Köln Helmut Röscheisen.

06. Dezember 2022 | Wohnungsbau, Stadtökologie

Die BUND Kreisgruppen Köln und Rhein-Berg und die Bürgervereine Gierath-Schlodderdich sowie Köln-Dellbrück fordern Überarbeitung der Bauplanung beim großen Bauvorhaben in Bergisch Gladbach Gronau.

Wachendorff ( Thomas Merkenich)

Am Montag den 28.11 fand die Pressekonferenz im Gebäude der Gemeinnützigen Werkstätten (GWK) statt.

 

Durch das Mammut-Bauvorhaben sei die Vertretbarkeit in diesem Fall aber nicht gegeben. Befürchtet wird, dass es durch die Versieglung und Starkregenereignisse als Folge des Klimawandels zu Hochwasser und Überschwemmungen kommt. Außerdem gibt es noch einige andere kleine Bauprojekte, die den Boden im Umkreis der Strunde versiegeln und die Gefahr des Hochwassers erhöhen. Angesicht der Ereignisse im Ahrtal sei ein Bauprojekt mit solchen Risiken „[..]vollkommen unverantwortlich“, sagte Helmut Röscheisen. „Zum angrenzenden Naturschutzgebiet Kradepohlsmühle und der Strunde-Aue ist ein Mindestabstand von 20 Metern erforderlich.“, forderte Karin Stagge vom BUND Rhein-Berg. Ein weiterer Kritikpunkt ist laut den beiden Bürgervereinen die fehlende Infrastruktur für die kommenden ca.1.200 Einwohner. Ein Hauptproblem sei die signifikante Steigerung des bereits hohen Verkehrsaufkommens in Gronau/Gierath und Köln-Dellbrück. „Die Bergisch Gladbacher Straße ist seit Jahrzehnten überlastet“ sagte Jürgen Schlößer vom Bürgervereins Gierath-Schlodderdich und in Thielenbruch seien bereits alle Park Möglichkeiten ausgereizt und es könnten keine neuen Pendler aufgenommen werden, betonte Engelbert Hock vom Bürgerverein Köln- Dellbrück. Wichtig sei es, den Auto-Verkehr u.a. wegen der steigenden CO2 Emissionen zu reduzieren. Dazu könne die geplante Radschnellverbindung nach Köln auf vorhandenem Straßennetz beitragen.

 

BUND und Bürgervereine fordern die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der Stadt Bergisch Gladbach auf, den Bebauungsplan Nr.2445 grundlegend zu überarbeiten und dabei ein verträgliches Ausmaß sicher zu stellen.

 

Ein Artikel von Modibo Sissoko

 

 

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