Köln. Die Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Köln des BUND hat gestern in der Alten Feuerwache nachdrücklich dazu aufgerufen, die 88 ha umfassende Fläche im Kölner Norden in Kreuzfeld wegen ihrer großen Bedeutung als Kaltluftentstehungsgebiet und für die Landwirtschaft nicht dem Olympiaspektakel zu opfern. Das Gebiet stehe aus diesen Gründen auch nicht für den Wohnungsbau zur Verfügung. „Hierzu gibt es ausreichende Alternativen bei der Bebauung von Konversionsflächen in Mülheim, Kalk und Deutz sowie Aufstockungen bei vorhandenen Gebäuden und Überbauung von Parkflächen“, sagte das Vorstandsmitglied der Kölner Kreisgruppe des BUND Helmut Röscheisen.
Große Erfolge kann die Kölner Kreisgruppe des BUND, mit bald 3.500 Mitgliedern größte lokale Gruppe des BUND in NRW, beim Erhalt der biologischen Vielfalt aufweisen. Dank umfassender Fachkompetenz und unermüdlichem ehrenamtlichen Engagement ist es vor allem im Naturschutzgebiet (NSG) Dellbrücker Heide gelungen, den Verlust an biologischer Vielfalt nicht nur zu stoppen, sondern diese nachweislich zu verbessern! Dazu tragen auch die begeisterungsfähigen Heidekids bei, die hier eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung suchen und finden.
„Seit Übernahme der Betreuung des NSG Dellbrücker Heide durch den BUND 2009 ist die biologische Vielfalt im Vergleich zu Daten aus dem Jahre 2002 deutlich gesteigert worden. Dies lässt sich beispielsweise an der Artenzahl sowie der Zahl der gefährdeten Arten von Gefäßpflanzen und Heuschrecken ablesen. Damit hat der BUND in Zeiten der sich zuspitzenden Biodiversitätskrise einen gegenläufigen, positiven Trend schaffen können“, betonte Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND NRW.