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BUND-Kreisgruppe Köln

BUND beobachtet Schädigungen Gleueler Wiese seit 2016

30. September 2019 | Gleueler Wiese, Lebensräume, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Planung und Stellungnahmen, Stadtökologie, Tiere und Pflanzen

Grünflächenamt muss vom Bau- ins Umweltdezernat verlagert werden

Durch Aufschüttung beschädigte Gleueler Wiese.  (Andrea Eßfeld)

Anlässlich der in den vergangenen Tagen festgestellten illegalen Verbringung von Bauschutt und minderwertigem Boden durch Mitarbeiter des Grünflächenamtes auf der zum Landschaftsschutzgebiet gehörenden Gleueler Waldwiese hat die Kreisgruppe Köln des BUND eine Auflistung festgestellter Schäden der vergangenen Jahre mit entsprechenden Fotos bei einer Pressekonferenz auf der Wiese vorgestellt. "Es ist schon auffallend, wie sich seit der geplanten Änderung des Flächennutzungsplans für das Gebiet 2016 als Folge unterschiedlicher Maßnahmen der ökologische Zustand der Wiese verschlechtert", sagte BUND-Kreisvorstandsmitglied Helmut Röscheisen. Solange sich das Grünflächenamt im Baudezernat befindet, sei das wegen des damit verbundenen Interessenkonflikts kein Wunder.

Während die Wiese früher durch Schafbeweidung extensiv gepflegt und das Mähgut in Form von Heuballen gelagert und entfernt wurde, gäbe es jetzt vierwöchige Mähintervalle mit einer tiefen Mähhöhe bis auf den blanken Boden und einer Mulchmahd. Aus wirtschaftlichen Gründen werde das Mähgut nicht abgefahren, sondern verbleibe stark verkleinert auf der Fläche. Dies wirke sich auf die Verlustrate von Kleinlebewesen erheblich aus. Der bisher zwischen Wiese und Wald von Stauden gebildete Krautsaum sei durch die häufigen Mähvorgänge zerstört worden. Schwachwüchsige Gehölze würden zu stark und seitlich rückgeschnitten. Dies führe zu einer Verkahlung und nicht zur Verjüngung der Hecken. "Die für den Biotopverbund so wertvolle bisherige Glatthaferwiese mit vielen Pflanzenarten wie Ackerkratzdistel, Klatschmohn, Hexenkraut und kleiner Odermenning werde zerstört und den Menschen ihr Naturerlebnis und den Insekten ihr Lebensraum genommen", betonte Andrea Eßfeld vom BUND Köln.

Kontakt:
Dr. Helmut Röscheisen, 0160-97209108, bund.koeln@bund.net
Andrea Eßfeld, 0157-50354705, andrea.essfeld@bund.net

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