BUND für grüne Ost-West-Promenade in Köln

14. März 2024 | AK Politik und Stadtentwicklung, Planung und Stellungnahmen, Politische Arbeit

Zur Warnung der EU-Umweltagentur vor Klimagefahren

(Foto: Pixabay)

Vor dem Hintergrund der Warnung der EU-Umweltagentur vor den Auswirkungen der Klimaveränderungen in Europa stellte am 13.3.24 auf dem Kölner Neumarkt die Kreisgruppe Köln des BUND ihr Konzept für einen oberirdischen Ausbau der Ost-West-Achse (OWA) vor. Der renommierte Stadt- und Verkehrsplaner Heiner Monheim führte dazu aus: „Mit der schnellen Verwirklichung des BUND-Konzeptes findet Köln Anschluss an die Entwicklungen europäischer Vorzeigestädte wie Kopenhagen und Straßburg. Es ist ein starkes Plädoyer für den oberirdischen Ausbau der OWA und eine Verpflichtung für die Entscheidungsträger in der Kölner Politik und Verwaltung“

In seinem Konzept weist der BUND Köln darauf hin, dass es sich bei der Diskussion um den ober- oder unterirdischen Ausbau der OWA nicht nur um eine Verkehrsverbindung handele, sondern um die zentrale Herausforderung einer Anpassung an den Klimawandel und die Verbesserung der Lebensverhältnisse für die Bevölkerung. „Im Sommer ist die Kölner Innenstadt eine einzige Hitzeinsel. Eine grüne Promenade vom Aachener Weiher bis zum Heumarkt trägt dazu bei, die Auswirkungen von Klimaveränderungen auf mikroklimatischer Ebene abzumildern. Dazu gehören auch begrünte Gleise der Stadtbahn. Dagegen fallen beim Bau eines Tunnels durch das erforderliche gewaltige Betonvolumen mehrere 100.000 t des schädlichen Klimagases CO2 an!“ Grünflächen und Bäume führen zu Kühlung durch Verdunstung und Beschattung. Sie speichern das Treibhausgas CO2, filtern Feinstaub und mindern Lärm.

Als Teil der OWA kann der autoumtoste und unattraktive Neumarkt durch die Reduzierung von Straßenflächen sowie die Verlagerung von ÖPNV und motorisiertem Individualverkehr (MIV) auf die Südseite zu einem beliebten Innenstadtplatz umgestaltet werden. Wichtig für die Benutzer*innen ist eine bessere Vernetzung des ÖPNV durch Ring-, Quer- und Parallelverbindungen einschließlich eines naturverträglichen links- und rechtsrheinischen Ringschlusses der Linie 13 und dem seit vielen Jahren überfälligen Ausbau des S-Bahn-Rings. Haltestellen sind schnell und barrierefrei, möglichst ebenerdig zu erreichen.

Der BUND Köln forderte den Kölner Stadtrat auf, möglichst bald die oberirdische Führung der Ost-West-Stadtbahn zu entscheiden und einen Gestaltungswettbewerb für die Planung einer Ost-West-Promenade zu beschließen.

Den Beitrag der WDR Lokalzeit vom 13.3. finden Sie hier

 

Kontakt und weitere Informationen:

Dr. Helmut Röscheisen, 0160/ 97 209 108

bund.koeln@bund.net

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