Am 21. Juli fand der erste Workshop des Projekts Wissensgarten, Teil 2, statt. Mit 14 Teilnehmer*innen waren wir so gut wie ausgebucht.
Im Naturerlebnisgarten Klettenberg ging es diesmal um alltägliche Wildkräuter, die in und um den Kleingarten vorkommen. Da viele „traditionelle“ Kleingärtner dieses „Unkraut“ immer noch selbst dort ausjäten, wo es gar nicht stört, wollten wir den Blick für die den ökologischen Wert und die Schönheit dieser oft übersehenen Pflänzchen schärfen. Nach einer kurzen Einführung über die Bedeutung heimischer Wildkräuter als Zeigerpflanzen und Nahrung für die daran angepaßten Insekten ging es dann ans Kennenlernen der Pflanzen.Sofort fiel uns auf, daß vor dem Tor des Naturerlebnisgartens Wildkräuter ausgesät worden waren. Neben den typischen Überlebenskünstlern wie Hahnenfuß, Vogelknöterich, Gundermann, Hopfenklee, Nelkenwurz und Kratzdistel an den sonstigen Wegrändern der Kleingartenanlage entdeckten wir hier plötzlich Wiesenpflanzen wie Flockenblume, Spitzwegerich, Rapunzel-Glockenblume und wilde Möhre. Das erhöht die Artenvielfalt rund um den Kleingarten erheblich und ist auch, wie wir sahen auf wenigen Quadratmetern umsetzbar. Wie man eine solche Wildwiesenfläche selber anlegen kann, besprachen wir im Anschluß.Zu einzelnen Pflanzen wie Brennessel, Schafgarbe oder Beinwell gab es noch Hinweise für ihre Verwendung als Teekräuter oder Pflanzenstärkungsmittel.