Ein Pflegeeinsatz der etwas anderen Art: Heute ging es am Nikolausplatz nicht um starre Ordnung, sondern um echten Naturschutz! Das Ergebnis freut die Insektenwelt – und ganz besonders die Spatzen.
Was wir getan haben:
- Platz geschaffen: Wir haben die wuchernden Robinien-Sämlinge und anderen wilden Baumaufwuchs konsequent entfernt.
- Sicherheit erhöht: Die Eingänge zum Spielplatz sind ab sofort wieder komplett frei und gut einsehbar.
Mut zur Wildnis – Warum weniger oft mehr ist:
Beim Rest der Fläche haben wir uns ganz bewusst gegen übertriebene Ordnungsliebe und für die Artenvielfalt entschieden. Die oft ungeliebte Acker-Winde durfte größtenteils stehen bleiben. Aus gutem Grund: Von Mai bis September ist sie eine duftende, verlässliche Tankstelle für Nektar und Pollen. Sie lockt winzige Maskenbienen, 12 weitere Wildbienenarten, 9 Schmetterlingsarten, Schwebfliegen und Käfer an.
Das Beste daran: Wo viele Insekten sind, gibt es reichlich Nahrung für Vögel. Damit haben wir die lebenswichtige, eiweißreiche Babykost für den Spatzennachwuchs gesichert – ein echter Segen in diesem heißen, trockenen Hitzesommer!
Als zweite Insekten-Oase haben wir die Acker-Kratzdistel stehen gelassen. Schon während unseres Einsatzes gab es dort ein Summen und Brummen: Erdhummeln, Veränderliche Hummeln und die Gelbbindige Furchenbiene waren direkt zu Gast.
Unser Fazit: Natur braucht Freiraum. Manchmal bedeutet richtige Pflege eben auch, die Natur einfach mal machen zu lassen.
Text und Fotos: Andrea Eßfeld