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Solarenergie in Köln

25. Mai 2022

Über das Potential der Solarenergie in Deutschland und Köln und was man tun kann.

 (mrganso / pixabay)

Der schnellste Weg raus aus der Klimakrise ist der konsequente Ausstieg aus fossilen Energieträgern.
2021 bezog Deutschland 57,6 % seiner Energie aus konventionellen Quellen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Energiegewinnung aus Kohle sogar deutlich angestiegen.

In NRW sieht die Bilanz sogar noch schlechter aus. Während Deutschland knapp 42,2 % des ins Netz eingespeisten Stromes aus erneuerbaren Energieträgern bezieht, liegt dieser Anteil hier nur bei 23 %.
 

Ob Wind, Sonne oder Wasser…der Ausbau der nachhaltigen Energiegewinnung stockt. Prognosen zu Folge wird Deutschland bis 2050 bis zu 1500 Terrawattstunden verschlingen. Der Schlüssel zur Lösung des Stromproblems liegt, wie so häufig, im kommunalen Engagement.

Großstädte wie Berlin und Köln bieten riesiges Potential – Flächenpotential. In Berlin z.B. ist nur 1 % der Dächer mit Solarpanelen bedeckt. In Köln sieht es nicht viel besser aus (1,6 %). Im Vergleich zu anderen Städten in der Region schneidet Köln schlecht ab: sowohl im Ausbau der Photovoltaik als auch im Bestand. Das Potential läge den aktuellen Berechnungen nach auf Dächern bei 3800, auf Freiflächen bei 1040 Megawatt im Jahr. Hinzu kommt, dass Photovoltaik im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energiequellen im Hinblick auf die Stromentstehungskosten, besser dasteht.
Die Kilowattstunde durch kleinflächige Solarmodule, also z.B. auf Dächern, kostet zwar rund 6 Cent und damit etwas mehr als Windkraftanlagen an Land, großflächige Solaranlagen sind mit 3,9 Cent pro Kilowattstunde aber am kostengünstigsten. Damit einher geht allerding natürlich der immense Flächenverbrauch durch Anlagen an Land, auch wenn dieser durch innovative Ideen oft gering gehalten werden kann. Die Frage nach der Alternative schwächt dieses Argument aber ziemlich ab. Und da die Kosten für Photovoltaik pro installierte Kilowattstunde in den letzten 15 Jahren nahezu auf ein Viertel zurückgegangen sind, ist die Zeit günstig wie nie, Sonnenstrom immens auszubauen.

Und jeder kann mitmachen. Die Stadt Köln hat für 2023 ein neues Photovoltaikförderprogramm auf den Weg gebracht, das es einem erleichtert und Anreize setzt, sich eigene Module auf das Dach oder die Garage bauen zu lassen. Wer die Nachbarn beeindrucken will, kann sich seine Paneele auch an den Balkon hängen. Einfach in die Steckdose einstecken und den eigenen Strom erzeugen.  

Deutschland hat in der Solarenergie also ein gigantisches Potential, das nur genutzt werden muss. Und bisher ist die Solarenergiegewinnung ohnehin nur ein kleiner Teil der erneuerbaren Energien. Andere Quellen bieten ein ebenso großes Potential, die Energiewende einen Erfolg werden zu lassen.

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Bruno Kanter

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