So sah es noch vor 8 Jahren am Nikolausplatz aus, eine Jungamsel frisst von der heimischen Eberesche.
Dank der umsichtigen Pflege durch den BUND ist der Nikolausplatz nicht nur für die ansässige Spatzenkolonie ein tolles Nahrungsbiotop, auch alle anderen Vögel, Tiere und Insekten werden hier fündig. Holunder, Kornelkirschen, Felsenbirnen, Wildpflaumen, Äpfel, Johannisbeeren und besonders viele heimische Wildkräuter bieten einen abwechslungsreichen Speiseplan.
Selbst für die kleinsten Schnäbel ist immer etwas dabei. Der Rotkehlchen-Nachwuchs schnabuliert zur Zeit am liebsten die Früchte der Kornelkirschen.
Früher waren auch die Blüten und Früchte der heimischen Eberesche (Sorbus aucuparia) bei Insekten und Vögeln heiß begehrt. Leider sind diese luftigen Bäume dem Klimawandel zum Opfer gefallen. Im Herbst 2022 wurden sie durch die Eberesche „Dodong“ ersetzt. Diese „klimafeste“ Züchtung aus koreanischen Samen ist zwar gut gediehen, aber die Früchte werden von allen Tieren am Nikolausplatz gemieden. Die Sülzer Insekten schauen sich nicht einmal die Blüten an. Das bestätigt einmal mehr, dass heimische Sträucher und Bäume aus ökologischer Sicht die bessere Wahl für unsere tierischen Mitbewohner sind, als die sogenannten „Klimabäume“. Offensichtlich sollte man bei den Klimaanpassungsstrategien auch mal die Fachleute aus der heimischen Tierwelt zu Rate ziehen.