Am 15. Mai haben rund 13 Mio. Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfahlen die Chance, zu entscheiden wer den neuen Landtag bildet.
In insgesamt 128 Wahlkreisen können die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben.
Wie bei der Bundestagswahl auch, teilt sich der Stimmzettel in Erst- und Zweitstimme.
Per Erststimme wird das Direktmandat an Kandidatinnen und Kandidaten des eigenen Wahlkreises vergeben. Hier sind allerdings nicht in allen Wahlkreisen alle Parteien wählbar, da sich manche Parteien erfahrungsgemäß entscheiden, keinen Kandidaten aufzustellen.
Die Zweitstimme entscheidet darüber wie die Mehrheitsverhältnisse im Landtag aussehen sollen. Zur Wahl stehen 29 Parteien. Je nach Mehrheitsverhältnissen nach Wahlausgang kommen zu den 128 direkt gewählten Abgeordneten noch rund 53 Abgeordnete hinzu. Der Landtag wird demnach mindestens 181 Sitze haben.
Wer sich ein einigermaßen genaues Bild darüber machen will, welche Partei die eigenen Interessen am besten vertritt sollte sich ausführlich informieren.
Die Wahlprogramme stehen allen frei zur Verfügung. Wem die Wahprogramme allerdings zu komplex oder zu wenig aussagekräftig sind, der kann auf die alt bekannte Option des Wahl-O-Maten zurückgreifen. Hier haben alle zur Wahl stehenden Parteien ihre Positionen zu einer Reihe von Fragen abgegeben. In wenigen Minuten kann man sich durch die Fragen klicken und bekommt am Ende ein Resultat, das einem zeigt, mit welchem Prozentsatz, die eigenen Antworten mit denen der Parteien überseinstimmen. Auch ohne die Fragen zu beantworten, können die Positionen der Parteien eine gute und aufschlussreiche Gegenüberstellung dieser darstellen.
Eine echte alternative bietet der Wahlkompass. Hier werden ähnlich viele Fragen gestellt, jedoch wird man in ein politisches Spektrum einsortiert, von wirtschaflich links bis rechts und konservativ-traditionell bis progressiv-ökologisch. Natürlich sieht man auch, wo die Parteien zu verorten sind.
Allerdings muss man sagen, dass parteipolitische Grobeinordnungen immer weniger relevant werden, je weiter man in die regional- bzw, Kommunalpolitik eintaucht. Auf Landesebene kann dieses Spektrum aber eine gute Hilfe sein, für alle, die sich noch wenig mit Politik beschäftigen.
So oder so kann man nur Veränderung im Land schaffen, wenn man wählen geht und der Partei seine Stimme gibt, die die eigenen Ideale am bestem vertritt.