BUND-Landesdelegiertenversammlung NRW gegen CCS. (Foto: Julia Stratmann)
Die Delegierten aller NRW-Kreisgruppen und der BUNDjugend trafen sich am gestrigen Sonntag in Essen, um über wichtige inhaltliche Themen zu beraten und turnusgemäß einen neuen Landesvorstand zu wählen.
Holger Sticht bleibt für weitere drei Jahre Landeschef des BUND NRW und geht mit seiner Wiederwahl in seine fünfte Amtszeit als Landesvorsitzender. Erneut zu seinen Stellvertretenden gewählt wurden Kerstin Ciesla (Duisburg) und Thomas Krämerkämper (Castrop-Rauxel). Im Amt bestätigt wurde auch der langjährige Schatzmeister Klaus Brunsmeier (Halver). Als Beisitzer*innen im Vorstand wählten die Delegierten Birgit Lutzer (Gütersloh), Adalbert Niemeyer-Lüllwitz (Bielefeld), Nicola Quarz (Köln) und Henning Walther (Grevenbroich).
Ein inhaltlicher Schwerpunkt der BUND-Jahresversammlung war die Klimaschutzpolitik in Bund und Land. Dabei stand die geplante Abscheidung und Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage - CCS) im Zentrum. In einem einstimmig verabschiedeten Beschluss forderten die mehr als 100 BUND-Delegierten die Landesregierung auf, die Verabschiedung des umstrittenen Gesetzes zur Änderung des Kohlendioxidspeicherungsgesetzes am 21. November im Bundesrat abzulehnen.
Stattdessen sollte sich die Landesregierung für wirksamen Klimaschutz einsetzen, der auf Energieeinsparung, Effizienz, dem konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien und der Regeneration natürlicher CO₂-Speicher wie Moore, Wälder und Grünland beruht.
Außerdem fordern die Delegierten des BUND NRW die Landesregierung auf, das Nature Restauration Law konsequent umzusetzen. Das im Sommer 2024 in Kraft getretene Nature Restoration Law (NRL) legt europaweit die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume zum ersten Mal rechtsverbindlich fest: Bis 2030 sollen mindestens 20 Prozent der Land- und Meeresfläche in der EU renaturiert werden. Langfristig soll sich die Natur in allen Lebensräumen erholen: im Meer, in Flüssen und Auen, im Offenland, in Mooren und Wäldern sowie auf städtischem Grün.
Die Wiederherstellung der Natur muss auch in NRW konkretisiert, angemessen gefördert und flächenhaft umgesetzt werden. Die vielen erfolgreichen naturschutzpraktischen Projekte des BUND zeigen schon heute, wie durch ehrenamtlichen Einsatz die Umsetzung des NRL unterstützt werden kann. Die Landesregierung sollte deshalb das Engagement der Naturschutzverbände noch stärker fördern und deren Mitwirkungsrechte bei naturschutzrelevanten Planungen stärken!