Das BUND-Team räumt Heu aus der Schachbrettwiese. (Foto: Erika Christ)
Manchmal findet man die schönsten Orte dort, wo man sie am wenigsten erwartet.
Das gilt auch für die sogenannte “Schachbrettwiese” am Heumarer Dreieck. Die rund einen Hektar große Wiese verdankt ihren Namen dem dort vorkommenden Schachbrettfalter — eine in der Großlandschaft gefährdete Art.
Tatsächlich beherbergt das Gelände viele weitere Tier- und Pflanzenarten, die auf der Roten Liste stehen. Bei einem Arbeitseinsatz Anfang Oktober 2026 hatten Ehrenamtliche und Bundesfreiwilligen des BUND Köln die Gelegenheit, einige Gartenschläfer zu beobachten. Auch wurde in einem nahegelegenen Gebüsch ein Freinest entdeckt.
Neben dem Monitoring der Gartenschläfer führte das BUND-Team vor Ort klassische Naturschutzmaßnahmen durch — Mosaikmahd mit Belassen überständiger Bereiche und Heuaufnahme, Gehölzrückschnitt sowie das Ringeln einiger invasiver Baumarten. Insgesamt umfasst die Schachbrettwiese drei gesetzlich geschützte Lebensraumtypen: wärmeliebende Wälder und Gebüsche, Magergrünland und Glatthaferwiesen.
Die Schachbrettwiese stellt einen wichtigen Trittstein im Biotopverbund zwischen dem Grüngürtel und dem Naturraum Bergische Heideterrasse dar. Einst drohte die Wiese durch invasive Gehölzarten wie Roteiche und Robinie zu verbuschen. Weil der BUND hier seit 2019 eine naturschutzgerichtete Mosaikmahd umsetzt und naturnahe Waldmäntel entwickelt, konnte die ursprüngliche Vielfalt gerettet und sogar wieder vermehrt werden.
Fur weitere Informationen, schaut bitte unseren Steckbrief Schachbrettwiese an.