Dr. Raimo Becker-Haumann vermittelt Grundlagen der digitalen Kartenarbeit im Workshop "GIS meets Nature" (Silvia Pérez)
Geographische Informationssysteme (GIS) haben sich im Naturschutz als unverzichtbares Arbeitsmittel etabliert. Sie werden eingesetzt, um Lebensräume zu erfassen, Pflege- und Schutzgebiete zu dokumentieren, Maßnahmen zu planen oder Veränderungen in der Landschaft nachvollziehbar darzustellen. Auch beim BUND Köln spielen GIS-Anwendungen eine zunehmend wichtige Rolle, sowohl in der praktischen Naturschutzarbeit als auch in der Planung, Auswertung und Dokumentation von Projekten.
Vor diesem Hintergrund fand der Workshop GIS meets Nature – digitale Karten selbst erstellen statt. Ziel der Veranstaltung war eine kompakte und zugleich fundierte Einführung in die grundlegende Arbeit mit GIS. Der Fokus lag bewusst nicht auf der Umsetzung konkreter Naturschutzmaßnahmen, sondern auf dem Kennenlernen zentraler Werkzeuge und Konzepte der digitalen Kartenarbeit.
Der Kurs richtete sich an Teilnehmende mit unterschiedlichen Vorkenntnissen. Neben Personen mit ersten Erfahrungen, etwa im Umgang mit ArcGIS im Umwelt- und Naturschutz, nahmen auch Einsteiger*innen ohne oder mit nur geringen Vorkenntnissen teil. Der Workshop griff dieses heterogene Vorwissen auf und setzte gezielt bei grundlegenden Arbeitsweisen an, um ein gemeinsames Verständnis zentraler Begriffe, Strukturen und Funktionen zu entwickeln.
Im praktischen Teil arbeiteten die Teilnehmenden mit der Software QGIS. Behandelt wurden unter anderem der Umgang mit Layern und Geodaten, die Digitalisierung von Punkt-, Linien- und Polygonobjekten sowie die Erstellung einer druckfähigen Kartenkomposition mit Legende, Maßstab und Nordpfeil. Der Referent nahm sich dabei bewusst Zeit, einzelne Teilnehmende individuell zu unterstützen und offene Fragen zu klären, so konnten sowohl Anfänger*innen als auch Fortgeschrittene vom Workshop profitieren.
Die fachliche Leitung übernahm Dr. Raimo Becker-Haumann, dem für die strukturierte, kompetente und praxisnahe Vermittlung der Inhalte herzlich gedankt wird. Unser besonderer Dank gilt zudem der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW für die Förderung der Veranstaltung.
Der Kurs machte deutlich, dass digitale Kartenarbeit ein wirkungsvolles Instrument ist, das im Naturschutz, insbesondere auch im ehrenamtlichen Engagement, vielfältig eingesetzt werden kann, sofern eine solide Einführung und fachliche Begleitung gegeben sind.
Text: Silvia Pérez
____
Nächster Workshop:
20. November 2026: GIS meets Nature – digitale Karten selbst erstellen (17:00-21:00 Uhr)