Weiden-Sandbienen bei der Paarung auf einer Weide
(Foto: Cristina Krippahl)
Die Weiden-Sandbiene (Andrena vaga) gehört zu den ersten Bienenarten, die im Jahr aktiv werden. Den Namen verdankt sie ihrer engen Bindung an Weiden, deren Pollen sie als wichtigste Nahrungsquelle nutzt. Sie ist eine der ersten Wildbienen im Jahr und fliegt oft schon ab März. Mit ihrem dichten, graubraunen Pelz ist sie gut an kühle Frühlingstemperaturen angepasst.
Friedliche Nachbarschaft
Die Weibchen nisten in sandigen und lockeren Böden in sonnigen Bereichen wie Böschungen, Wegen oder offenen Flächen. Sie graben eigene Brutröhren, in die sie Pollen und Nektar als Nahrungsvorrat für ihre Larven einbringen. Obwohl viele Nester dicht beieinander liegen können, lebt jedes Weibchen für sich und kümmert sich allein um den eigenen Nachwuchs.
Wichtiger ökologischer Indikator
Ökologisch spielt die Weiden-Sandbiene eine wichtige Rolle als Bestäuberin von Frühblühern, insbesondere von Weidenarten. Da Weiden zu den ersten bedeutenden Nahrungsquellen im Frühjahr gehören, unterstützt diese Biene indirekt viele weitere Insektenarten. Ihr Vorkommen gilt als Zeichen für naturnahe, strukturreiche Lebensräume, die der BUND Köln unter anderem im Naturschutzgebiet Dellbrücker Heide umsetzt. Der Erhalt offener Bodenflächen und früher Blühpflanzen ist daher entscheidend für ihr Überleben.