Die Gewässerqualität des Bachs an der Strundewiese scheint relativ gut zu sein

26. Mai 2026 | Stadtökologie, Strundewiese, Thielenbruch, Tiere und Pflanzen

BUND Köln Bufdis und Praktikant*innen nehmen Proben von der Strunde. (Foto: Gabriele Falk)

Im April 2026 wurden am Bach Strunde im Betreuungsgebiet Strundewiese im Thielenbruch Proben genommen. Unsere Bufdis und studentische Praktikant*innen haben mithilfe von Keschern und Sieben die dort lebenden Wasserorganismen genauer unter die Lupe genommen und bestimmt.

Anhand dieser sogenannten Bioindikatoren lässt sich der Saprobienindex bestimmen, ein wichtiger Wert zur Einschätzung der Gewässerqualität.

Spannend dabei: Statt einzelne Schadstoffe direkt zu messen, nutzt der Saprobienindex die Organismen selbst als Indikatoren. Denn manche Arten reagieren sehr empfindlich auf Belastungen, während andere auch unter schlechteren Bedingungen überleben können. Die Zusammensetzung der Arten verrät daher viel über den Zustand eines Gewässers.

Gefunden wurden unter anderem Prachtlibellenlarven, Köcherfliegenlarven mit Köcher sowie köcherlose Köcherfliegenlarven, Zuckmückenlarven sowie hunderte Flohkrebse.

Anhand der gefundenen Organismen konnten wir für die Strunde im Bereich der Strundewiese einen Saprobienindex von 2,0 berechnen. Dieser Wert weist auf eine mäßige organische Belastung hin und zeigt, dass die Sauerstoffverhältnisse im Gewässer insgesamt noch relativ gut sind. Insgesamt ist das ein eher positives Ergebnis für die Gewässerqualität.

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