BUND-Ehrenamtlicher feiert 10 Jahre Mithilfe in der Heide

02. November 2026 | Ehrenamtliche, Dellbrücker Heide

BUND Köln-Ehrenamtlicher Günter Freyer arbeitet in der Dellbrücker Heide. (Foto: Erika Christ)

Seit 10 Jahren engagiert sich Günter Freyer ehrenamtlich beim BUND Köln und setzt sich für den Naturschutz in der Dellbrücker Heide ein. Der Rentner wohnt schon seit über 30 Jahre im Stadtteil Köln-Dellbrück. Wir haben Günter fünf Fragen zu seiner Arbeit gestellt.

Was hat dich an der Heide angezogen?

Die Heideflächen und nahegelegenen Wälder waren für mich immer ein Ziel bei Spaziergängen und Radtouren. Ein Leben lang haben mich Naturräume oft stärker in den Bann gezogen als die von Menschen gestalteten Lebensräume.

Was gefällt dir daran, draußen in der Natur zu sein?

Die Natur wirkt positiv auf den Körper; man kann gut durchatmen, kommt innerlich zur Ruhe. Wenn dazu noch viele Vogelstimmen zu hören sind, die Gerüche der Pflanzen in die Nase dringen und der Blick vom Grau der Häuser und Straßen langsam bunt wird, fühle ich mich richtig wohl.

Wie bist du dazu gekommen, ehrenamtlich im Naturschutz zu arbeiten?

Die Natur ist schön und sie zu schützen, sollte oberste Priorität haben. Leider werden jeden Tag durch unser aller Handeln viele Naturräume zerstört und viele seltene Tiere und Pflanzen finden keinen Lebensraum mehr. Deshalb hatte ich mich entschlossen, nach meiner beruflichen Zeit mich ehrenamtlich im Umwelt- und Naturschutz zu engagieren.

Wie es ist, in der Heide wöchentlich zu arbeiten.

Die Arbeit in der Dellbrücker Heide ist teilweise körperlich anstrengend (was mir aber gut gefällt!), aber auch sehr interessant. Zunächst war ich irritiert, dass ich als „Naturschützer“ den Heideflächen Pflanzen entnehmen sollte. Man denkt am Anfang nur an Naturschutz wie in Nationalparks: die Flächen als Mensch in Ruhe lassen und nach Möglichkeit abriegeln. 

In der Heide ist das anders. Hier sorgen wir für offene Flächen mit Heide, Wiesen und niedrige Buschformen (also mal kein Wald!) für Tier- und Pflanzenarten, die nur in diesen Lebensräumen existieren können, sie aber kaum noch finden. Auch der Boden für die vielen Heidepflanzen muss besonders sein, denn es sind Arten, die nur auf nährstoffarmen Böden gedeihen. Solche offenen Flächen wurden früher durch große Wildtiere geschaffen und später durch die Weidehaltung der Bauern erhalten.

Was gefällt dir sonst noch an der ehrenamtlichen Arbeit?

Was mir an der Arbeit in der Heide außerdem gut gefällt, ist die Zusammenarbeit mit anderen Menschen, die - genauso wie ich - sich für den Erhalt unserer Natur einsetzen. Wir haben viel Spaß zusammen und treffen uns auch ab und zu, zu einem Stammtisch in Brauhaus.

Ich bin dem BUND dankbar, dass er sich auf so vielen Ebenen einsetzt und ich bin gern ein (kleiner) Teil dieser Bewegung. 

 

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