BUND begrüßt politische Initiative für soziales Wohnen

26. Juni 2026 | AK Politik und Stadtentwicklung, Politische Arbeit, Wohnungsbau

Sozialer Wohnungsbau an der Helenenwallstraße in Deutz

Bauarbeiten in Deutz  (Foto: Erika Christ)

Bezahlbarer Wohnraum ist in Köln Mangelware. Die Anzahl der Wohnungen mit Sozialbindung nimmt stetig ab und verschärft die Krise. Wir vermissen von Verwaltung und Rat konkrete Maßnahmen für die Schaffung von sozial gebundenem Wohnungsbau auf städtischen Grundstücken, die sich auch aus Umweltkriterien für Wohnungsbau eignen.  

Daher begrüßt der BUND Köln den aktuellen Vorstoß der Bezirksvertretung Innenstadt für sozial gebundenen Wohnungsbau auf dem städtischen Areal an der Helenenwallstraße in Deutz. „Nach unseren Recherchen könnten hier ca. 140 Wohnungen entstehen, die für breite Schichten bezahlbar wären – auch für Studierende und ältere pflegedürftige Menschen. Das gewachsene Deutzer Wohnquartier würde durch die Nutzung einer Brachfläche sinnvoll ergänzt. So stellen wir uns eine soziale und ökologische Bauwende vor“, erklärt Jörg Frank für den BUND. 

Nach der vom Rat beschlossenen „Erbbaurichtlinie Baustein 1 für Geschosswohnungsbau“ kann die Stadt Köln städtische Baugrundstücke für 1,5 % Erbbauzins des Bodenwerts an gemeinwohlorientierte Bestandshalter, wie z.B. Genossenschaften, vergeben, wenn sie für die Dauer eines 80-jähriges Erbbaurechts soziale Mietpreise gewährleisten. Der Grundstückspreis ist ein wesentlicher Faktor bei den Baukosten, da die Stadt den nutzungsorientierten Verkehrswert als Grundlage für den Erbbauzins nimmt. 

Der Wohnungsbau würde über die Wohnraumförderung NRW gefördert, so dass die Nettomieten zwischen 7,85 und 9,00 €/qm lägen. In Köln sind die Mieten auf dem freien Markt bei Neubau auf durchschnittlich über 17 €/qm gestiegen.

Bei baulichen Nachverdichtungen im Innenbereich sind entsprechend den Anforderungen der doppelten Innenentwicklung Grünflächen wie an der Helenenwallstraße zu erhalten.

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