Auch im Frühjahr 2026 haben Ehrenamtliche von BUND und NABU wieder tausende Amphibien sicher über Kölner Straßen gebracht. An den drei Standorten Höhenfelder Mauspfad, Berrenrather Straße und Westhovener Aue wurden Schutzzäune aufgebaut, um den gefährlichen „Straßentod“ während der Wanderzeit zu verhindern.
Die Wanderung begann in diesem Jahr bereits am 21. Januar und erreichte Anfang März ihren Höhepunkt. Der Verlauf zeigte mehrere typische Wanderungswellen, die stark vom Wetter beeinflusst waren.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Standorten: Am Höhenfelder Mauspfad wurde mit Abstand die höchste Zahl an Erdkröten, Grasfröschen und Molchen erfasst. Dort wurde der Schutzzaun 2026 verlängert, um mehr Tiere zu retten. An der Westhovener Aue bleiben die Erdkrötenbestände stabil, während andere Arten kaum noch vorkommen.
Insgesamt zeigen die langfristigen Daten stabile Bestände, allerdings mit starken lokalen Unterschieden. Positiv ist, dass 2026 insgesamt deutlich mehr Grasfrösche und Molche gezählt wurden – ein mögliches Zeichen für eine Erholung dieser Populationen.
Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig kontinuierlicher Amphibienschutz und das Engagement vieler Helfer*innen für den Erhalt dieser bedrohten Tiergruppen sind.
Die gesamte Auswertung kann hier heruntergeladen werden.