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BUND-Kreisgruppe Köln

Wespen und Hornissen

Schwarz-gelb ist gefährlich? Nein, nur bei falschem Verhalten stechen Wespen oder Hornissen. Bis zu 630 Wespenarten gibt es derzeit in Deutschland. Bei den zuweilen lästigen Gästen an der Kaffeetafel handelt es sich in der Regel um zwei Wespenarten: die "Gewöhnliche Wespe" und die "Deutsche Wespe". Eine Ablenkungsfütterung in 10 m Entfernung von der Kaffeetafel, beispielsweise mit reifen Weintrauben, Zwetschgen etc. können die Wespen auf Abstand gehalten werden. Ansonsten gilt: Herumfuchteln und Wegpusten reizt die Tiere eher, als dass es sie vertreibt. Respekt und Ruhe schließen Stiche am sichersten aus.

Besser als ihr Ruf

Dass Wespen und Hornissen wichtig und nützlich für Ökosysteme sind, blenden wir häufig aus. Dabei sind sie wichtige Schädlingsbekämpfer, sie zersetzen Totholz und bestäuben Blumen – anders als Bienen auch bei schlechtem Wetter. Nicht zuletzt dienen sich anderen Tieren als Beute und stellen daher ein wichtiges Glied in der Nahrungskette dar.

Wespennest entdeckt – Was tun?

Derzeit werden viele Wespennester bei uns an Häusern, im Schuppen oder Garten entdeckt. Aber: Nicht jedes Wespen- oder Hornissennest muss entfernt werden. Eine Koexistenz ist normalerweise problemlos möglich. Personen sollten nur Abstand vom Nest halten, um nicht gestochen zu werden. Ein Wespennest muss vor allem dann entfernt werden, wenn Kleinkinder oder Personen, die allergisch auf Wespengift reagieren, gestochen werden könnten. Bewohnte Nester können durch eine sachkundige Person von Beginn der Nestbauphase im April bis Mitte August umgesiedelt werden. Danach sind die Nester zu groß und die Umsiedlung ist nicht mehr sinnvoll. In diesem Fall kann das Nest im Herbst entfernt werden, nachdem das Wespenvolk untergegangen ist.

Weitere Beratung zu dem Thema "Wespennest" finden Sie beim Kölner Imkerverein und der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Köln. Darüber hinaus hat der BUND Darmstadt ein sehr informatives Faltblatt zum Thema Wespen erstellt. 

Gefahr und Handeln bei Stichen

Für nicht-allergische größere Kinder und Erwachsene sind einzelne Wespen- und Hornissenstiche zwar unangenehm, aber keine gesundheitliche Gefahr. Speichel oder die Auflage von Wegerich-Blättern oder Zwiebelscheiben helfen gegen Schwellung und Schmerz. Schwindel, Übelkeit oder Herzrasen nach einem Stich sind allerdings Anzeichen für eine Wespengift-Allergie - dann sollte schnellstmöglich ein (Not-)Arzt aufgesucht oder gerufen werden. Das ist jedoch ziemlich selten: Nur 2-3 % der Bevölkerung haben eine solche Allergie.

 

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