BUND-Kreisgruppe Köln

Mensch und Tier gemeinsam in der Stadt. Köln-Ehrenfeld setzt sich dafür ein.

13. Juli 2020 | Fledermäuse, Gebäudebrüter, Lebensräume, Mauersegler, Spatzen, Stadtökologie, Tiere und Pflanzen, Vogelschutz, Wohnungsbau

Gebäudebrüter – eine Win-Win Situation

Die neuen Ersatzquartiere für Gebäudebrüter in Köln.  (Andrea Eßfeld)

Wer vermisst nicht das Tschilpen der Spatzen, Schwalben mit lautstarker Flugakrobatik oder die kreischenden Flugmanöver von Mauerseglern? Gut, bei den Fledermäusen ist es speziell und wenig wahrgenommen, aber dafür umso spannender.

Alle eint – Es sind Gebäudebewohner. Tiere, deren natürliche Lebensräume durch menschliche Nutzung verändert wurden. Nun nutzen diese Tiere die menschengemachten Angebote. Hausfassaden und Dachstühle werden von den gebäudebewohnenden Arten als Fortpflanzungs- und Ruhestätten genutzt.

Der BUND Köln setzt sich seit Jahren zusammen mit dem Amt für Umwelt und Naturschutz für die Gebäudebrüter und eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ein.

Gebäudesanierungen und Unkenntnis dessen, was einfach möglich ist, um den Tieren beim Überleben zu helfen oder einfach die Tiere wahrzunehmen, sind oft das Problem.

Nicht so bei einer Kölner Bürgerin. Sie wendete sich an den BUND Köln, da an ihrem Haus das Dach neu eingedeckt werden sollte. Zu ihrer Freude hatten dort Spatzen und Mauersegler seit Jahren ihre Wohnquartiere eingerichtet. Andrea Eßfeld, ehrenamtliche Beraterin für Gebäudebrüter beim BUND Köln, beriet sie bei der Auswahl und der artgerechten Anbringung von geeigneten Ersatzquartieren. Die Dachsanierung wurde nach Beendigung der Brutzeit vorgenommen und anschließend wurden die Ersatzquartiere angebracht. Der Dachdecker und der Zimmermann setzten die vorgeschlagenen integrierten Quartiere im Traufbereich hervorragend um.

Mit vollem Erfolg, mitten in der Stadt wurden alle Ersatzquartiere von den ortstreuen Spatzen und Mauerseglern bezogen. Die Tierfreundin erfreut sich nun weiter an den munteren Mauerseglern, die ihren Nachwuchs pflegen und schon bald Ende Juli wieder ihren Heimweg in ihre Winterquartiere planen. So lange können sich auch die Ehrenamtlichen des BUND Köln und viele Anwohner daran erfreuen.

Wieder ein kleiner Gewinn für die Natur in der Stadt. Der BUND Köln hofft auf viele Nachahmer.

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