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BUND-Kreisgruppe Köln

BUND appelliert: Kein Abbau von Energiestandards

15. März 2013 | Klima & Energie, Klimawandel, Stadtökologie

Kurzfristiges Sparen bringt hohe Folgekosten für die Stadtkasse

Die Kölner Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Köln) ruft Oberbürgermeister Jürgen Roters und die Mitglieder des Rates dazu auf, den vorbildlichen Passivhaus-Standard für städtische Neubauten beizubehalten und damit Klima und Stadtkasse zu schonen. "Eine einmalige Einsparung bei den Baukosten bewirkt auf Jahrzehnte hinweg unnötig hohe Heizkosten und ist kurzsichtig", so Gabriele Falk, Vorstandsmitglied des BUND Köln. "Bei allem Verständnis für die Kassenlage der Stadt: Ein solches Vorgehen wäre ökologischer und finanzieller Unfug." Unnötige Energiekosten infolge reduzierter Energiestandards müssten konsequenterweise Jahr für Jahr als Mehrausgaben im Haushalt dargestellt werden. Ganz aktuell gelte das für den geplanten Neubau der Grundschule Volkhoven / Weiler, dessen Bau in Kürze im Rat beschlossen werden solle. Selbst die Stadtverwaltung stellt in ihrer Vorlage (Nr. 2967 / 2012) an den Rat fest, dass eine Passivhaus-Lösung die langfristig wirtschaftlichste ist.

Die Stadt Köln hat aus Sicht des BUND eine Vorbildfunktion: Wer den Bürgern empfehle, ihre Wohnhäuser energetisch zu sanieren, müsse selber eine aktive Rolle einnehmen und mit gutem Beispiel vorangehen. Als ein solches positives Beispiel für städtisches Handeln stellte die Verwaltung in einer Vorlage (Nr. 4014/2012) zum Umweltausschuss am 7.03.2013 den Neubau des Rechenzentrums in Chorweiler vor, das beim Wettbewerb "Kommunaler Umweltschutz 2012" einen Sonderpreis in der Kategorie "Klimaschutz in kommunalen Liegenschaften" gewonnen hat.

Aus BUND-Sicht müssen Stadtverwaltung und Rat Motoren einer aktiven Klimaschutzpolitik in Köln sein. Stattdessen jedoch tritt der kommunale Klimaschutz auf der Stelle. Das vor 4 Jahren (März 2009) vom Rat beschlossene "Integrierte Klimaschutzkonzept" ist noch immer nicht fertig gestellt und selbst bei den in Dezember 2011 beschlossenen 'Sofortmaßnahmen' kommt die Stadt nicht voran.

Kontakt: BUND-Kreisgruppe Köln, Tel. 0221 / 724710, Gabriele Falk, Mitglied im Vorstand der BUND-Kreisgruppe Köln, gabriele.falk@bund.net 

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