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BUND-Kreisgruppe Köln

Reinigungseinsatz am Teich der Dellbrücker Heide

10. Januar 2020 | Amphibien und Reptilien, Bergische Heideterrasse, BUND, BUNDintern, Dellbrücker Heide, Flüsse & Gewässer, Heideflächen, Lebensräume, Nachhaltige Zukunft, Nachhaltigkeit, Naturschutz, Schmetterlinge, Vogelschutz, Tiere und Pflanzen

Zwischen Silversterböllern und Einweg-Grills: Die Idylle des Heide Teiches

Die vollen Müllsäcke werden oben gesammelt, damit sie von hier aus entsorgt werden können.  (Clara Milla Lang)

Heute haben einige Freiwillige des BUND Köln den Teich in der Dellbrücker Heide von Müll befreit. Gemeinsam sind Sie stundenlang mit Müllbeuteln in der Hand am Ufer des kleinen Baggersees umhergestreift. Erschrocken über die Massen an vergessenem Abfall und staunend über die dennoch scheinbar unversehrte Idylle des Teiches wurde ein Sack nach dem anderen gefüllt.

Die Dellbrücker Heide ist bekanntlich ein Naturschutzgebiet und so auch der gesamte Bereich um den Teich. Obwohl dies an allen Eingängen und vielen weiteren Stellen gekennzeichnet ist, scheinen viele Besucher*innen die Schilder mit dem Wege Plan und anderen Richtlinien (einschließlich des Müllverbots) völlig zu übersehen. Sie sind im Naturschutzgebiet zwar willkommen, dürfen aber die Wege nicht verlassen, damit die Dellbrücker Heide ein Refugium für gefährdete Arten der bergischen Heideterrasse bleibt. So wurde im vergangenen Jahr zum Beispiel beobachtet, dass die Kreuzkröte im flachen Uferbereich des Teiches laicht, wenn es im Frühjahr wärmer wird. Normalerweise laicht sie in temporären Gewässern (Pfützen), welche es aber im sandigen Boden der Dellbrücker Heide so nicht gibt. Aus diesem Grund sind diese und viele andere Arten darauf angewiesen, am Ufer des Sees ungestört ihrer Fortpflanzung nachzugehen.

Zwischen Schilfinseln wurden teilweise ganze Grill- und Partybesuche des letzten Sommers und Überreste der Silvesternacht sichtbar. Als wäre es erst gestern gewesen lagen das Plastikgeschirr, die Bierflaschen und die Einweg-Grills unverändert da und wären auch noch viele weitere Jahrzehnte nicht verschwunden, wenn der BUND sie nicht entfernt hätte.

Kopfschüttelnd über den Unsinn der unaufmerksamen Menschen, die diesen Müll Jahr um Jahr hinterließen und gleichzeitig auch verständnisvoll seufzend, weil dieser Ort eine derart besondere Atmosphäre hat und man einfach gerne hier ist, sammelten die Helfenden weiter - bis zum letzten Flaschendeckel.

Während der stolze Schwan und viele Enten ihre Bahnen über das Wasser zogen, neugierig die Sammelnden beobachtend, und hin und wieder mit dem Schwanz gen Himmel guckten, schwamm auch das ein oder andere leere Bierfass neben ihnen her. Mithilfe eines langen Astes und ausgeprägtem Gleichgewichtssinn streckte sich eine der Helfenden dem Fass entgegen und schaffte es mit viel Mühe ans Ufer.

Am Ende der Aktion, etwa 4 Stunden später, sind zwar die Zehen nass und die Jacken schon längst verdreckt vom vielen Sich-durch-die-Büsche-schlagen bei schlechtem Wetter, aber das Lächeln ist breiter und das Herz leichter als vorher. Mit gutem Gewissen, wieder einmal einen Lebensraum lebenswert hinterlassen zu haben, machen sich alle zusammen mit den schweren Tüten auf, um den Abfall endlich zu entsorgen.

Der BUND Köln hat zwar Verständnis dafür, dass sich Besucher*innen am malerischen Heide Teich gerne aufhalten. Da es aber derart an Respekt der Natur gegenüber mangelt, wird darauf hingewiesen, dass sich der Höhenfelder See in unmittelbarer Nähe zur Dellbrücker Heide befindet und ohnehin viel mehr Raum für Naherholung bietet. Auch dort muss sich jeder Gast natürlich darum kümmern, den eigenen Müll zu entsorgen und am besten gar nicht erst anzuschaffen.

Es ist dem BUND Köln ein Herzensanliegen, das Ufer und natürlich die gesamte Dellbrücker Heide sauber zu halten und dass sich auch von allen Besucher*innen dieses wunderschönen Ortes darum bemüht wird.

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