BUND-Kreisgruppe Köln

Mehr Grün auf privaten Flächen in der stark versiegelten Innenstadt

11. Februar 2020 | Gebäudebrüter, Hecken, Lebensräume, Naturschutz, Stadtökologie, Tiere und Pflanzen, Vogelschutz, Wohnungsbau

Der BUND Köln berät den Sozialdienst katholischer Frauen e.V. zur ökologischen Gestaltung von Grundstücken.

Grüne Stadtnatur in Köln.  (Gabriele Falk)

Immer mehr Menschen haben den Wunsch, auch in ihrem städtischen Umfeld mehr Natur zu genießen. Daher wendete sich der Verein Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln an die Kreisgruppe Köln des Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND Köln), um zu besprechen, wie dies in der Stadt gelingen kann. Der Sozialdienst katholischer Frauen hatte die Idee, eigene Flächen grüner zu gestalten und so sowohl den ökologischen Wert als auch den Erholungswert für Menschen zu erhöhen.

Bei dem Ortstermin wurden zwei Grundstücke dazu besichtigt. Schon im Vorfeld wurde an vieles gedacht, das Mensch und Tier das Leben in der Stadt lebenswerter machen könnte.

So wurden bereits Futter- und Nistplätze für Vögel eingerichtet. Andrea Eßfeld vom BUND Köln erklärte, dass Futter nicht gleich Futter ist: Nicht jedes Futter ist für jeden Vogel geeignet. Besonders sind dabei Insekten- und Samenfresser zu unterscheiden.

Auch bei den Nistkästen gab es einiges Neues für die Mitarbeiter*innen des Sozialdienstes, denn jede Art hat ihre Vorlieben, was den Ort und die Einrichtung der Nistmöglichkeiten angeht.

Zusätzlich gab es bei der Bepflanzung schon spannende Ansätze. Gabriele Falk riet zu heimischen Pflanzen, die an die Standorte angepasst sind. Dadurch werden sie pflegeleichter und gleichzeitig nützlich für Insekten. Die letzten beiden trockenen Sommer haben gezeigt, dass es immer schwieriger wird, die richtige Auswahl zu treffen. Dennoch gab es eine ganze Reihe an Vorschlägen. An einem der Grundstücke könnte sogar eine kleine Hecke mit Blüten und schmackhaften Früchten entstehen. Dies ist sowohl für Insekten als auch für Vögel als Nahrungsquelle und Rückzugsort sehr wichtig.

Annika Ritter vom BUND Köln freute sich, dass bereits eine Dachbegrünung vorhanden ist. Sie stellte Möglichkeiten zu Entsieglung und zu der Befestigung der Parkplätze vor. So könnten einzelne kleine Ecken komplett entsiegelt werden, an anderen Stellen breitere Fugen eingebaut und an anderen sogar Rasengittersteine installiert werden. Somit kann Regenwasser besser ablaufen und es gäbe mehr Raum für geeignete Pflanzen.

Letztes klingt auf den ersten Blick nicht sehr effektiv. Doch auch bei Grundstücken in der stark versiegelten Innenstadt kann die Summe kleinerer Maßnahmen eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität für Mensch, Tier und Pflanze bringen.

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