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BUND-Kreisgruppe Köln

Geschichte des jüdischen Friedhofs

Der jüdische Friedhof in Köln Deutz im Morgennebel. Der jüdische Friedhof in Köln Deutz im Morgennebel.  (Erich Reichard)

1424 wurde Juden das Aufenthaltsrecht für die Stadt Köln entzogen, deswegen siedelten sie sich in den angrenzenden Orten an. Für diese jüdische Gemeinde ließ der Erzbischof Clemens von Köln 1695 den heute 18.000 m² großen Friedhof anlegen. Bis 1941 fanden dort etwa 5.500 Verstorbene ihre Ruhe. Von 1859 bis 1882 wurden nur liegende Grabsteine verwendet, da die regierenden Preußen für eine angrenzende militärische Festung ein freies Schussfeld erwarteten. Trotz Schließung des Friedhofes im Jahr 1918 gab es bis 1941 noch Beerdigungen. Einige Grabsteine wurden Opfer von Krieg und Verwüstungen. Dennoch sieht man an vielen Grabsteinen die Entwicklung der jüdischen Kultur. Die traditionellen Steine mit hebräischer Beschriftung wandelten sich über die Jahre mehr in Richtung der allgemeinen lokalen Bestattungsstandards. Die Grabstätte des Kantors der Synagoge, Isaak Offenbach (verstorben 1850) erinnert an den Vater des Komponisten Jacques Offenbach. Ein anderer Hinweis auf prominente Kölner Bürger ist das Grab der Bankierfamilie Salomon Oppenheim.

Nachkommen und Freunde der hier bestatteten Bürger finden mit den dokumentierten Gräberlisten und Erichs freundlicher Hilfe den Ruheplatz ihrer Ahnen.

Flora und Fauna

Auf dem Friedhof gibt es eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Ein Grund dafür ist das jüdische Gesetz, demnach soll ein jüdischer Friedhof ein "Haus der Ewigkeit" sein, auf dem eine unantastbare dauerhafte Totenruhe herrscht. Deswegen sieht er wesentlich naturbelassener und wilder aus als beispielsweise christliche Friedhöfe.  

Mehr zur Flora und Fauna finden Sie unter "Pflegeansatz und Maßnahmen".

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