BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Großemonstration gegen TTIP und CETA ein voller Erfolg!

Viele Tausende demonstrierten gegen TTIP und CETA in Köln

Am Samstag haben nach Schätzungen des Veranstaltungsbündnisses in Köln und sechs anderen Großstädten 320 000 Menschen ihren Protest gegen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) bzw. Kananda (CETA) auf die Straße getragen. In Köln waren es etwa 55 000 Teilnehmer/innen, die Polizei spricht von 40 000 Teilnehmer/innen.

Die Veranstaltung startete um 12 Uhr mit einer Kundgebung an der Deutzer Werft. Die Redebeiträge dazu finden Sie hier. Gegen 14:30 Uhr ist der Demonstrationszug "bewaffnet" mit Plakaten, Trillerpfeifen und guter Stimmung Richtung Innenstadt losgezogen. Die Sonne war entgegen der Wetterprognose ständiger Begleiter und hat sicherlich auch zum guten Gelingen beigetragen. Hier geht es zu Bildergalerie.

Großdemonstration in Köln am 17. September

Gemeinsam gegen TTIP und CETA

Am 17. September 2016 werden bundesweit sieben Großdemonstrationen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig sowie München und Stuttgart stattfinden.

An dem Tag versammeln wir uns in Köln um gemeinsam gegen weitere Verhandlungen zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP) sowie gegen eine Ratifizierung des bereits mit Kanada ausgehandelten Vertragstextes zum Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen (Comprehensive Economic and Trade Agreement, CETA) zu demonstrieren.


Wir folgen damit erneut dem Aufruf eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses, einer Trägerschaft unterstützt von über 100 regionalen und bundesweiten Organisationen und Bewegungen, welcher unter dem Motto "TTIP & CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel" steht.

In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Verbänden war der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland aktiv an der Veranstaltungsorganisation beteiligt. Der BUND Köln sowie die Kölner BUNDjugend werden auch in Köln wieder vor Ort sein, um ein Zeichen gegen TTIP und CETA zu setzen.

Gemeinsam wollen wir unser Misstrauen gegenüber den von Intransparenz geprägten politischen Verhandlungen zum völkerrechtlichen Vertrag zwischen der EU und den USA kundtun. Wir üben Kritik an den seit Juni 2013 andauernden Verhandlungen zu TTIP, unter anderem neue Handlungsspielräume für Großkonzerne zu schaffen, etablierte Sozial- und Umweltstandards infrage zu stellen und private Schiedsgerichte als Alternative zu rechtsstaatlichen Strukturen zu etablieren.

Das geplante Transatlantische Handelsabkommen zwischen der EU und den USA, führt zu einer Aushebelung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. TTIP und CETA stellen eine Bedrohung für demokratische, soziale und ökologische Standards dar.

Um der Globalisierung angemessen zu begegnen und einen gerechten Welthandel zu etablieren bedarf es hoher sozialer und ökologischer Leitlinien. Das Netzwerk, das die Demonstrationen deutschlandweit organisiert, ist Teil der transnationalen Protestbewegung, die sich für eine Handels- und Investitionspolitik einsetzt, die auf hohen ökologischen und sozialen Standards beruht und nachhaltige Entwicklung in allen Ländern der Erde fördert und auf hochwertige Standards bei Arbeitnehmerrechten sowie für Verbraucher setzt.

Das geplante  Freihandelsabkommen dokumentiert einen Prozess der gnadenlosen Ökonomisierung der Welt. TTIP stellt zudem eine Bedrohung für die Demokratie dar und kann zu einer Absenkung europäischer Schutzstandards für Landwirtschaft und Gentechnik führen.

Auf die erfolgreich durchgeführten Demonstrationen gegen TTIP und CETA am 10. Oktober 2015 in Berlin und am 23. April 2016 in Hannover, sollen im Herbst diesen Jahres weitere Demonstrationen gegen die demokratiegefährdenden Abkommen in mehreren deutschen Städten folgen.

Am 17. September 2016 werden bundesweit sieben Großdemonstrationen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig sowie München und Stuttgart stattfinden. Zudem ist für den 5. November ein Aktionstag zu TTIP und CETA auf internationaler Ebene geplant.

Weiter Informationen zum Thema TTIP und CETA finden Sie hier.



Quelle: http://www.bund-koeln.de/themen_und_projekte/weiteres_in_koeln/gemeinsam_gegen_ttip_und_ceta/