Kiesgrubensee Gremberghoven

Kiesgrubensee Gremberghoven

Naturschutzgebiet seit 1989

Der Kiesgrubensee Gremberghoven befindet sich etwa 7 km südlich der Kölner Innenstadt. Seit 1989 ist der Kiesgrubensee als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Einen Großteil des knapp 38 Hektar umfassenden Naturschutzgebietes macht die Wasserfläche eines in den 1980er Jahren still gelegten Abgrabungsgewässers aus.


Russischer Bär/ Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria) auf Gewöhnlichem Wasserdost (Eupatorium cannabinum)

Insbesondere die Unterwasservegetation mit vier Arten der Armleuchteralgen sowie die gefährdeten Wasserpflanzenarten Nadelsimse (Eleocharis acicularis) und Haarblättriges Laichkraut (Potamogeton trichoides) machen das langgezogene Gewässer in Gremberghoven zu einer der herausragenden ehemaligen Kiesgruben Kölns.

Auch der Eisvogel brütet hier fast jedes Jahr erfolgreich.

Bemerkenswert sind aber auch die vergleichsweise kleinflächigen Landlebensräume. Hier wechseln sich naturnahe Laubwälder und Gebüschsäume mit Ruderalfluren und Sandtrockenrasen ab.

Blauflügelige Sandschrecke (Sphingonotus caerulans)


Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland bemüht sich seit 2016 verstärkt darum, dieses innerstädtische Kleinod zu bewahren und die Vielzahl gefährdeter Pflanzen- und Tierarten des Naturschutzgebietes Kiesgrube Gremberghoven vor den zahlreichen widrigen Einflüssen zu schützen.

BUND: Alberti-Seen sind wertvolles Schutzgebiet

Anlässlich der Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 28. März und einem auf der Tagesordnung stehenden Antrag der SPD zur Einrichtung eines Erholungsgebiets im Bereich der sog. Alberti-Seen weist die Kölner Gruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. auf den Schutzstatus und die große Bedeutung dieser ehemaligen Kiesgruben für die Artenvielfalt hin.

Der nördliche Alberti-See steht unter Naturschutz, der andere unter Landschaftsschutz. Sie sind zudem vollständig in privatem Eigentum. Der SPD-Antrag entbehrt damit jeder Grundlage", sagte der Sprecher des BUND Köln, Holger Sticht.

Die SPD will mit ihrem Antrag die Verwaltung beauftragen, "alle notwendigen Schritte für die Renaturierung und Umwandlung des Kiesbaggersee Gremberghoven in ein Naherholungs- und Freizeitgebiet einzuleiten".

"Das Naturschutzgebiet Kiesgrubensee Gremberghoven zählt zu den wertvollsten Naturschutzgebieten Kölns nach Wahner Heide und Königsforst", sagte Sticht. Dies belegten BUND-Untersuchungen mit Funden von bundesweit gefährdeten Arten wie Gartenschläfer und Blauflügelige Sandschrecke. Eine industrielle Nutzung, wie von der SPD kolportiert, gäbe es hier zudem schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Richtig sei aber aus BUND-Sicht die Forderung, das Gelände durch eine Zaunanlage dauerhaft besser vor Beeinträchtigungen und Fahrzeugen zu schützen.



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Diese Übersicht zeigt die unüberwindbaren Hindernisse auf, an denen eine neue brücke aus naturschutz- und
umweltfachlichen Gründen scheitert. 

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