Die Gleueler Wiese - noch lebt sie !

Die Gleueler Wiese ist seit einem Jahr ein heißes Thema. Dieses Stück Natur ist ein Kernelement des äußeren Grüngürtels. Und das wird durch Bebauungspläne bedroht.


Konrad Adenauer, ein Visionär seiner Zeit, wollte den Kölnern den Zugang zur unberührten Natur ermöglichen. Er befürchtete, dass Köln zu einer Steinwüste verkommen könnte. Die Festungsanlagen als „Grüne Lunge“ für Köln in den Inneren und äußeren Grüngürtel umzuwandeln, war eine weitsichtige und moderne Tat. Die Gleueler Wiese als Teil dieses einzigartigen Konzepts einer Wald -und Wiesenlandschaft, bietet heute den angrenzenden Veedeln Sülz, Klettenberg und Lindenthal wohnortnahes Grün. Sie ist bis heute noch nicht zur Grillmeile geworden und ermöglicht daher Jung und Alt, noch unberührte Natur zu erleben. Solche Wiesenflächen fördern natürlich auch die Biodiversität in der Stadt.


Trotzdem ist die Sorge Adenauers heute aktueller denn je. Der Gleueler Wiese droht Versiegelung durch Kunstrasenplätze und Funktionsbauten.


Wer mit offenen Augen durch die Gleueler Wiese streift, erlebt Natur pur mitten in der Großstadt. Ohne Lichtverschmutzung kann man hier nachts noch einen Sternenhimmel sehen oder den Flug der Fledermäuse in der Dämmerung beobachten. Aber das ist bei weitem noch nicht alles. Es kreucht und fleucht. Die Fotografin Cristina Krippahl ist für uns auf die Pirsch gegangen und hat das Gewimmel mit der Kamera eingefangen. Hier kommen erste Beispiele (Fortsetzung folgt).

Aufruf: schickt uns Fotos von Tieren auf und um die Gleueler Wiese, die schönsten Fotos werden auf unserer Homepage veröffentlicht !

Das GROSSE OCHSENAUGE (Maniola jurtina)

Große Ochsenauge (Photo: Christina Krippahl)

Das GROSSE OCHSENAUGE (Maniola jurtina) aus der Familie der Edelfalter trifft man von Ende Mai bis September am Waldrand und auf der Gleueler Wiese an. Seine Eier legt er im Spätsommer an verschiedenen Gräsern ab, die Raupe überwintert geschützt zwischen den Blättern, deshalb sollte ein Teil der Wiesenfläche auch gar nicht gemäht werden, um im Folgejahr wieder Schmetterlinge zu erleben.

Das TAGPFAUENAUGE (Aglais io)

Tagpfauenauge (Photo: Christina Krippahl)
Tagpfauenauge bei der Eiablage (Photo: Christina Krippahl)

Das TAGPFAUENAUGE (Aglais io) ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter und wurde 2009 zum Schmetterling des Jahres gewählt. Dieser wunderschöne Schmetterling ist auf seiner Unterseite sehr dunkel gezeichnet, was man auf dem 2. Foto bei der Eiablage gut sehen kann. Er überwintert nicht als Puppe, Raupe oder Ei, sondern als erwachsener Falter. Seine Raupen ernähren sich von Brennnesseln.

Der DISTELFALTER (Cynthia cadui) (Vanessa cardui)

Diestelfalter (Photo: Christina Krippahl)

 

Der DISTELFALTER (Cynthia cadui) (Vanessa cardui) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) ist ein Wanderfalter, der von April-September bei uns anzutreffen ist. Den Winter verbringt er in Afrika. Futterpflanze der Raupen: Brennnessel, Kratzdistel.

Der ZITRONENFALTER (Gonepteryx rhamni)

Zitronenfalter (Photo: Christina Krippahl)

 

Der ZITRONENFALTER (Gonepteryx rhamni), ein Schmetterling aus der Familie der Weißlinge. Die Männchen sind zitronengelb die Weibchen grünlich-weiß. Die Flügel sind an den Spitzen zugespitzt. Die Raupen ernähren sich vom Faulbaum und Kreuzdorn.

Weiter Steckbriefe für den Zitronenfalter bei den Naturkids und dem BUND.

Der GROSSE KOHLWEISSLING (Pieris brassicae)

Große Kohlweißling (Photo: Christina Krippahl)

 

Der GROSSE KOHLWEISSLING (Pieris brassicae) Tagfalter aus der Familie der Weißlinge (Pieridae).

Steckbrief bei Welt der Schmetterlinge

 

Der WEISSE GRASZÜNSLER (Crambus perlella)

Weißer Graszünsler (Photo: Christina Krippahl)

Der WEISSE GRASZÜNSLER (Crambus perlella) gehört zu den Zünslern (Pyralidae) und ist ein Nachtfalter.

Er hat silbrigweiße teilweise graugestreifte Vorderflügel und eine Flügelspannweite von 24mm. Lebensraum: Wiesen und Weiden. Die grün-bräunlichen Raupen leben von September-Juni in einer Gespinströhre an Gräsern. Verpuppung Sommeranfang. Futterpflanzen: Gräser.

Der GRÜNE SCHEINBOCKKÄFER (Oedemera nobilis)

Grüner Scheinbockkäfer (Photo: Christina Krippahl)

Der GRÜNE SCHEINBOCKKÄFER (Oedemera nobilis) gehört zur Familie der Scheinbockkäfer (Oedemeridae) (Schenkelkäfer). Er ist tagaktiv auf Blüten an Waldränder, Wiesen von April-Juli und ernährt sich dort von Pollen und Nektar. Die Larven fressen morsches Holz und Pflanzenmark.

Merkmale: Größe: 8-12mm. Grüner Käfer mit metallischem Glanz, die Fühler sind genauso lang wie der Körper. Die Deckflügel werden nach hinten schmäler.

 

Der GOLDGLÄNZENDE ROSENKÄFER (Cetonia aurata)

Goldglänzender Rosenkäfer (Photo: Christina Krippahl)

 

Der GOLDGLÄNZENDE ROSENKÄFER (Cetonia aurata), Unterfamilie der Rosenkäfer (Cetoniinae). Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae). In Deutschland gehört er zu den streng geschützten Käferarten. Vom Aussterben bedroht (RL1+). Insekt des Jahres 2000. Körperlänge: 22-28mm. Metallisch grün bis bronzefaben glänzend mit einer rotgoldenen Unterseite. Die Fühlerenden sind blattartig ausgefächert, sie dienen als Geruchs-und Tastorgane. Steckbrief bei Naturspaziergang

 

Der GEBÄNDERTE PINSELKÄFER (Trichius fasciatus)

Gebänderter Pinselkäfer (Photo: Christina Krippahl)

 

Der GEBÄNDERTE PINSELKÄFER (Trichius fasciatus) aus der Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae), ist 9-12 mm lang. Sein Körper ist mit gelben und weißen wolligen Haaren versehen. Die gelben bis orangefarbenen Fügeldeckel sind schwarz gezeichnet. Auf den ersten Blick ähnelt er einer Hummel, was ihn vor Freßfeinden schützt. Im Juni und Juli ist er auf heimischen Stauden und Sträuchern anzutreffen von deren Blütenpollen er sich ernährt. Die Larven ernähren sich von Totholz.

Steckbrief bei Tierdoku und Wikipedia

Der LÄNGLICHE DISTELRÜSSLER (Larinus planus)

Rüsselkäfer (Photo: Christina Krippahl)

 

Der LÄNGLICHE DISTELRÜSSLER (Larinus planus) mit seiner Körperlänge von 5-8 mm findet man von April bis September auf Wiesen mit Disteln und Flockenblumen. Die Weibchen legen ihre Eier in die Blütenknospen und Anfang August schlüpft die neue Generation.
Steckbrief bei Naturspaziergang

Die VERÄNDERLICHE KRABBENSPINNE (Misumena vatia)

Veränderliche Krabbenspinne mit Schwebefliege (Photo: Christina Krippahl)

 

Die VERÄNDERLICHE KRABBENSPINNE (Misumena vatia), Spinne des Jahres 2006, mit Hainschwebfliege. Ihre Beute lauert sie auf Blüten auf, das Weibchen kann zur Tarnung seine Farbe verändern.
Steckbrief bei BUND Hessen

 

Die LISTSPINNE (Pisaura mirabilis)

Listspinne (Photo: Christina Krippahl)

 

Die LISTSPINNE (Pisaura mirabilis). Spinne des Jahres 2002. Die Listspinne gehört zur Familie der Raubspinnen (Pisauridae), Unterordnung: echte Webspinne (Araneomorphae). Die Lisspinne ist tag- und nachtaktiv. Das Weibchen trägt die Eier in einem Kokon unter ihrem Körper.
Steckbrief bei Tierdoku

Text Andrea Essfeld

Photos Christina Krippahl



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Diese Übersicht zeigt die unüberwindbaren Hindernisse auf, an denen eine neue brücke aus naturschutz- und
umweltfachlichen Gründen scheitert. 

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