Gartenradeln

Mehr als 80 % der Menschen in Deutschland leben in Städten... Doch zwischen grauen Häuserfronten, Autos, Lärm und Teer gibt es auch wunderbare grüne Oasen mitten im Großstadtdschungel.
Ein paar davon durften wir am 21. Mai bewundern und kennenlernen.
Der erste Garten auf unserer Tour war der Gartenbahnhof in Ehrenfeld, der noch dieses Jahr umziehen muss. Dafür können die stabilen, auf Paletten gebauten Pflanzkisten mithilfe eines Gabelstaplers verladen werden. Außerdem hat der Gartenbahnhof mit Vandalismus zu kämpfen: Kurz vor unserem Besuch wurde ein Brandanschlag auf den Wintergarten verübt und das Gartenhäuschen schwer beschädigt.

Mit einem kleinen Abstecher zum Rudolphplatz, auf dem ein bunter Aktionstag mit krummen Gurken und köstlichem Spargel vom Aktionsbündnis "Zu gut für die Tonne" organisiert wurde, ging es weiter zum Campusgarten. Der Gemeinschaftsgarten der Uni Köln war einer der ersten seiner Art, inzwischen ist er ein beliebter grüner Treffpunkt, der einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Anbau mit samenfestem, regional angepasstem Saatgut bildet.

Von dort aus ging es zum Gemeinschaftsgarten im Pantaleonspark – dem einzigen besichtigten Garten, in dem direkt in der Erde, anstatt in den sonst üblichen Pflanzkisten, gegärtnert werden kann und darf. Die Schadstoffbelastung im Boden ist dort sehr niedrig, auch hatte der Garten noch nie Probleme mit Vandalismus oder übermäßig viel Müll – und das obwohl weder Zäune noch dichte Hecken den Garten vom Pantaleonspark abgrenzen. Wir finden, Tomatenpflänzchen statt leere Ketchuppackungen in öffentlicher Grünanlagen sollte es viel häufiger geben, denn schließlich ist eine bessere Welt pflanzbar.

Natürlich waren wir auch im größten Kölner Gemeinschaftsgarten – unvergleichlich in Größe und Gestaltung ist der Gemeinschaftsgarten "NeuLand" in der Kölner Südstadt. Von Bienen und Kräutern über reparierte Fahrräder bis hin zu Umweltbildungsprojekte; die Angebote, Projekte und Arbeitsgruppen sind so vielfältig wie die Menschen im Garten und die Beete selbst! Fest steht: NeuLand ist ein Treffpunkt für Mensch und Tier und bietet mit seinen zahlreichen ökologischen und sozialen Projekten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Stadtnatur und Kultur.

Nach mehr als 25 Kilometern und einmal Fahrräder auf die Südbrücke Tragen erreichten wir am späten Nachmittag unsere Endstation: Die Pflanzstelle in Kalk, wo wir den selbstgebauten Lehmofen zum ersten Mal in dieser Saison anheizen und leckere Pizza backen durften. Natürlich gab es neben der Pizza auch interessante Geschichten und schöne Orte im Garten zu bestaunen!
Jeden Freitag ab 17 Uhr wird hier gemeinschaftlich gekocht und gegessen, darüber hinaus gibt es viele Pflanzen und mehrere Bienenvölker zu bestaunen.



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