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Unsere Seiten zu diesem Thema
- Einstiegsseite Godorfer Hafen
- Zusammenfassung der Problematik "Hafenausbau"
- Kritikpunkte ausführlich
- Stellungnahme November 2005
- Stellungnahme Oktober 2004
Links zum Thema
BUND stellt sich gegen geplante Erweiterung des Godorfer Hafens
Projekt der HGK gefährdert Mensch und Umwelt
![]() Der Mauersegler zählt zu den bedrohten Tierarten auf der "Roten Liste", denen das NSG "Am Godorfer Hafen" Nahrung, Ruhe- oder Lebensraum bietet. |
Soeben hat die Häfen und Güterverkehr AG (HGK) mit einem neuen Genehmigungsverfahren Ihren zweiten Anlauf genommen, den Godorfer Hafen, bisher ein reiner Eisenbahnhafen, zum Container-Hafen auszubauen. Bei dem Ausbau soll unter anderem ein neues Becken ausgeschachtet werden, das in das Naturschutzgebiet (NSG) „Am Godorfer Hafen“ hineinreicht.
Bereits vor zwei Jahren wurde das Vorhaben von Regierungspräsident Jürgen Roters abgelehnt. Als Argument gegen den Ausbau wurde angeführt, dass die privatwirtschaftliche Nutzung den erheblichen Eingriff in das dortige NSG, auch als „Sürther Aue“ bekannt, nicht rechtfertige. Diese Abwägung von privatwirtschaftlichem Interesse gegenüber dem Allgemeinwohl lässt nach unserer Ansicht auch heute nur eine Ablehnung des Antrags zu.
Grundsätzlich begrüßt der BUND zwar die verstärkte Nutzung von Wasserwegen für den Gütertransport. Das konkrete Vorhaben zur Erweiterung des Hafens gerade an diesem Standort und in der jetzigen Form lehnt die Kreisgruppe Köln des BUND jedoch wegen der unvermeidbaren und nicht auszugleichenden massiven Eingriffe in Natur und Landschaft entschieden ab! Dies äußerte der BUND ausführlich in einer Stellungnahme zum Planfeststellungsantrag der HGK gegenüber der Bezirksregierung Köln.
Unsere wesentlichen Kritikpunkte
- Der Hafenausbau würde eine Versiegelung von Bodenflächen mit sich bringen, wodurch sich die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens stark verringern würde. Das bedeutet wiederum verstärkte Hochwassergefahr
- Beim das Verladen von umwelt- und gesundheitsschädlichen Gütern ist mit Staubentwicklung zu rechnen. Auch die Wasserqualität kann dadurch beeinträchtigt werden. Beides bedeutet eine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt
- Die von der Häfen und Güterverkehr Köln in Auftrag gegebenen Studie zur Prüfung der Umweltverträglichkeit ist unzureichend
- Das betroffene Naturschutzgebiet ist aufgrund der außerordentlich hohen Bandbreite dort vorkommender Arten so wertvoll, dass sich ein Eingriff schon aus dieser Perspektive verbietet
- Das Gebiet hat auch für die Menschen eine wichtige Qualität, es dient der Naherholung und verbessert die Luftqualität in Rodenkirchen
- Das Vorhaben ist in der derzeitigen Planung gesetzeswidrig, da keine angemessenen Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen sind und das Allgemeinwohl von privatwirtschaftlichen Interessen in den Hintergrund gedrängt werden soll
CDU und Grüne, aber auch die Kölner FDP kritisieren den etwa 50 Millionen Euro teuren Hafenausbau; die SPD gehört zu den Befürwortern. Der Mitte Dezember geschlossene Koalitionsvertrag der neuen Kölner CDU-SPD-Koalition enthält ein relativ wage formuliertes Bekenntnis zu einem „bedarfs- und umweltgerechten Ausbau des Godorfer Hafens“ und fordert den Nachweis der Wirtschaftlichkeit eines solchen Projekts. Der BUND, ebenso wie der NABU, die Bürgerinitiative „pro sürth“, das Umweltforum Kölner Süden und andere, fordern hingegen eine Ablehnung des Antrags, wie Sie bereits in der Vergangenheit erfolgt ist!
