Schutz für den Grüngürtel

M. Godesberg

Der äußere Grüngürtel erfüllt stadtklimatisch eine wichtige Ausgleichsfunktion im Verdichtungsgebiet: Militäring Str., Gleueler Str. und A4. Zudem sichert er die Biotoperhaltung und -vernetzung. Das Plangebiet zur Bebauung des RheinEnergieSportparks befindet sich im Landschaftsschutzgebiet L17. Hier dient die “Gleueler-Wiese“ als Kaltluftschneise im Hochsommer. Da der Boden stark lehmhaltig ist, speichert er hervorragend Regenwasser und die Verdunstung sorgt für die gewünschte Abkühlung.

Der äußere Grüngürtel wurde als historischer Landschaftspark 1980 denkmalgeschützt, wegen seiner Vielfalt, Eigenart und Schönheit. Die Feststellung erfolgte wegen der besonderen Bedeutung des großen Erholungsraums für die stille landschaftsbezogene und die aktive Erholung.

Um die geplante Bebauung am Standort umsetzen zu können, bedarf es differenzierter Prüfungen, die einen Ausnahmetatbestand rechtfertigen. Eingriffe in den regionalen Grünzug für Infrastruktur und Nutzung sind ausnahmsweise und nur in sehr engen Grenzen möglich.

Angeblich wurden 11 Alternativstandorte gründlich geprüft. Nur der äußere Grüngürtel wurde für geeignet befunden. Der Ausbau des RheinEnergieSportparks ist kein kleiner Eingriff in den Grüngürtel. Der Flächenbedarf beläuft sich auf 35.633 qm (ohne asphaltierte Zuwege und Vorplätze). Es sind vier Gebäude  und drei Kunstrasenplätze geplant.

  1. Das größte Gebäude  ist das Leistungszentrum  4.738 qm (51,5 m x 92,0 m),
    Höhe: 8 m – 8,5 m.
  2. Zwei Infrastrukturgebäude zu je 375 qm (25 m x 15 m) an den Trainingsplätzen
    sieben und vier.
  3. Ein Greenkeeper-Häuschen 20 qm ca. 5 m hoch.
  4. Dazu kommen drei versiegelnde Kunstrasenplätze, zusammen 30.000 qm,
    die umzäunt werden.

Zu alldem kommen asphaltierte Zuwege, zwei Rettungswege zum Leistungszentrum und Flutlichtanlagen, die deutlich über der Baumkronengrenze liegen (Lichtimmission und ihre Auswirkungen auf Flora und Fauna). Ökologische Ausgleichsmaßnahmen werden noch ermittelt. Zur Diskussion stehen 60 % Dachbegrünung auf dem Leistungszentrum.

Erstaunlich ist, dass der Stadtkonservator das vorgelegte Konzept denkmalverträglich findet. Wenn diese Baumaßnahmen beendet sind,  gibt es das historische Denkmal Grüngürtel nicht mehr!

Da lässt sich nichts mehr wiedergutmachen.

All der Zuspruch stimmt einen nachdenklich, wenn man bedenkt, dass es eine Bürgereingabe gemäß § 24 GO „Bolzplatz im Stadtwald (02-1600-56-15) gab, die abgelehnt wurde. Bezirksvertretung (Lindenthal) 31.08.2015 Vorlagen-Nummer 2182/2015.  Die Bezirksvertretung sprach sich gegen den Bolzplatz aus. Zitat: "...Allerdings ist der Stadtwald durch das Landschaftsschutzgebiet L17, äußerer Grüngürtel Müngersdorf bis Marienburg und verbundenen Grünzüge geschützt. Somit ist der von dem Petenten beantragte Ausbau der Fläche "13 Linden" rechtlich nicht möglich, da der Stadtwald eine historische Parkanlage ist, die unter Denkmalschutz steht. Die Schutzbestimmungen stehen einem Ausbau als Bolzplatz mit Ballfangzäunen und festen Toren sowie der notwendigen Versiegelung der Fläche entgegen. Hierunter fallen auch die von dem Petenten angeführte Kunstrasenfläche und die Errichtung einer niedrigen Bande. Unabhängig hiervon kann die weite Wiesenfläche des Stadtwaldes ohne bauliche Einrichtungen zum Ballspielen oder Bolzen genutzt werden."
Im Vergleich zu diesem Antrag, ist das geplante Bauvorhaben des FC ein enormer Eingriff in das Denkmal Grüngürtel. Der Grüngürtel wird zerstört, geschmälert und sinnvolle klimaökologische Ausgleichmaßnahmen können an dieser Stelle nicht durchgeführt werden.

>>> Stellungnahme zur Frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit.

>>> Unterzeichnen Sie die Petition!

>>> Hier geht es zur Seite der Bürgerinitiative.



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