Weihnachten, das Fest der Liebe und CO2 Emissionen

© L. Treder

Bald nun ist Weihnachtszeit, kostspielige Zeit;
    Nun ist der Weihnachtskredit nimmer weit!
Horch nur, die Stromrechnung klopft draußen ans Tor
    Mit tausend Watt Lichterketten steht sie davor.
Sperr ich das Gewissen schnell vor das Haus,
    packt gleich der Ruprecht seine Mitbringsel aus
Smartphone, Auto und Fernseher geschwind,
    Alles das kriegt das überforderte Kind.


An Weihnachten, dem Fest der Liebe und Besinnlichkeit, wird mehr konsumiert, weggeschmissen, geschlachtet, zugemüllt und gestritten als in jeder anderen Zeit des Jahres. Millionen Schlachttiere aus Massentierhaltung landen als Braten auf dem Tisch, mehr als 20 Millionen Weihnachtsbäume werden auf riesigen Plantagen abgeholzt, die Stromrechnung steigt rapide an und das Konto zeigt Rote Zahlen. Alles in allem nicht unbedingt besinnlich, gemütlich oder gar umweltfreundlich.
Doch es geht auch anders, wir haben für euch ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr die Weihnachtszeit nachhaltiger und entspannter gestalten könnt und dabei auch noch Geld spart:

Viel CO2 und Tierleid könnt ihr beim Essen einsparen:

  • Warum nicht mal ein leckeres veganes Weihnachtsmenü für die Verwandten kochen? 
  • Tomatensalat im Dezember? Regionaler und saisonaler Feldsalat ist frischer als eingeflogene Treibhaus-Tomaten und ist dabei auch noch deutlich klimafreundlicher.
  • Du möchtest trotzdem gerne Braten oder Schnitzel essen? Regionale Bio-Landwirte freuen sich auf dich!
  • Reste vom Fest? Über Foodsharing kannst du Lebensmittel noch mit anderen Leuten teilen 

© Pixabay

Geschenke... DAS Thema an Weihnachten: 

  • Einfach mal Zeit statt Zeug verschenken, denn Zeit ist ein rares Gut im 21. Jahrhundert. Kostenlos ist euch zu billig? Wie wäre es dann mit einem gemeinsamen Theater- oder Konzertbesuch? 
  • Marmelade einkochen oder Plätzchen backen und verschenken ist persönlicher und nachhaltiger als billige Discounter-Schokolade
  • Upcycling: Geschenke aus "Müll" 
  • Der große Freundeskreis und die Familie sollen/wollen beschenkt werden? Beim Wichteln wird der Geschenkeberg deutlich kleiner und keiner geht leer aus. Noch nachhaltiger und persönlicher ist das Wichteln mit gebrauchten Gegenständen: Über deine ausgelesenen Bücher, oft gehörten CD's oder den zu grellen Schal freut sich bestimmt dein Wichtel.
  • Du hast keine Zeit oder keine Lust zum basteln? Schmuck, Kunsthandwerk und Leckereien gibt es auch im fairen Handel

 

Bäume über Bäume
Dass Bäume eigentlich in den Wald gehören, wissen schon Kindergartenkinder. Trotzdem fällt es schwer, sich ein Weihnachtsfest ohne geschmückten Baum im Wohnzimmer vorzustellen.
Doch Baum ist nicht gleich Baum, es gibt nachhaltigere Alternativen zum klassischen Plantagenbaum.
Beim Thema "Baum" denkt man nicht direkt an Weihnachtskarten, doch viele von ihnen haben eine weite Reise hinter sich. Fertige Postkarten gibt es aus Recyclingpapier, mit ein paar alten Kalenderblättern lassen sich aber auch Karte und Briefumschlag selber basteln: Einfach einen genormten Briefumschlag auseinanderfalten und nachbasteln.

Besinnlichkeit mit 1000 Watt
Blinkende Lichtschläuche und singende Weihnachtsmänner, ob diese großflächige Weihnachtsbeleuchtung schön ist, muss jeder selber entscheiden. Umweltfreundlich oder stromsparend sind sie jedenfalls nicht. Dezente Lichter sind da besser, vorallem LED-Lampen gelten generell als umweltfreundlicher. Aber auch Kerzen sind nicht unbedingt nachhaltig, die meisten bestehen aus Erdölbestandteilen oder Palmöl. Gute Alternativen sind Bio-Kerzen aus Rapsöl oder Bienenwachs oder selber gegossene Kerzen aus Wachsresten.
Für alle elektrischen Geräte gilt: Nach Gebrauch den Stecker ziehen, denn Geräte verbrauchen auch im Stand-by-Modus viel Strom.

Regnet auf die Halden nieder...
Zur Weihnachtszeit wachsen die Müllberge rasant, alleine rund 50.000 Tonnen Geschenkpapier landen jährlich im Müll. Eine ganz einfache Alternative sind wiederverwendbare Schachteln, Papiertüten oder Stoffsäckchen. Wer gerne basteln möchte, kann selber Schachteln oder Geschenktüten basteln oder alte Kartons bekleben. Besonders gut eignen sich Kalenderblätter oder Prospekte mit Weihnachtsmotiven.
Geschenke und Lebensmittel in Plastiktüten nach Hause tragen, muss auch nicht sein, Stofftaschen und Körbe sind deutlich stabiler und sehr oft wiederverwendbar. Es gibt sogar Pfandtaschen, die für den Einkauf unterwegs ausgeliehen werden können.

Hier findet ihr noch ein schönes Lied zum Thema, viel Freude beim Singen. In diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne und nachhaltige Weihnachtszeit.



Unsere Bürozeiten:


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