Die Dellbrücker Heide im Juli mit einer ihrer bundesweit gefährdeten Leitarten: Die blauen Flügel sind bei der Blauflügeligen Ödlandschrecke nur im Flug erkennbar.


Das Echte Tausendgüldenkraut ist ein geschütztes Enziangewächs und populäre Heilpflanze, die nur keimen kann, wenn die Vegetation geöffnet und der kiesige Rohboden zu Tage tritt.


Ikarus-Bläuling neben Kleinem Feuerfalter.


Die geschützten Restgebiete der Bergischen Heideterrasse: Die Dellbrücker Heide liegt südlich von Dünnwald (5) und westlich des Thielenbruchs (4).


Der ehemalige Sprengplatz ist eine Heidefläche, die im Februar 2009 durch den BUND wiederhergestellt worden ist.


Das Schutzgebiet Dellbrücker Heide - die Kölner Bürgerheide

Die Dellbrücker Heide im Nordosten Kölns gehört zu den kleinsten und gleichzeitig zu den wertvollsten Teilräumen der Bergischen Heideterrasse. Hier kommen mehrere Tagfalter- und Heuschreckenarten vor, die im Naturraum, sogar in der berühmten Wahner Heide ansonsten ausgestorben sind. Ein Grund von vielen, weswegen die Dellbrücker Heide 2010 endlich unter Naturschutz gestellt werden soll. Dies wird nichts daran ändern, dass die Dellbrücker Heide auch zukünftig betreten werden darf.

 

Gemeinsam mit dem Eigentümer, der Stadt Köln betreibt der BUND Öffentlichkeitsarbeit, Erholungslenkung und Biotoppflegemaßnahmen in dem wertvollen Gebiet. Bisher war nur Experten bekannt, dass es sich bei der Dellbrücker Heide um ein überregional bedeutendes Kleinod handelt, auf das sich die Kölner und Gladbacher etwas einbilden können. Das gilt es zu ändern.

 

Wesentliche Bedeutung besitzt die Dellbrücker Heide für Arten offener Lebensräume. Egal ob Blauflügelige Ödlandschrecke, Kreuzkröte, Zauneidechse, Schwalbenschwanz, Neuntöter oder Heidekraut - sie alle können nur überleben, wenn Bewaldung und Verbuschung Einhalt geboten wird. Deswegen sind sowohl Mitarbeiter der Stadt, ein Schäfer mit seiner Ziegen- und Schafherde als auch BUND-Mitglieder regelmäßig im Gelände, um diese offenen Lebensräume zu erhalten.

 

Auch von Natur aus gäbe es bei uns großflächig offene Lebensräume. Da der Mensch aber auf vielfältigste Weise die natürliche Dynamik, bspw. durch Ausrottung großer Pflanzenfresser wie Rinder-, Pferde- und Hirscharten, Regulierung der Fließgewässer usw. verhindert, entstehen bei uns offene Lebensräume nicht mehr von allein. Würde man nun nicht versuchen, die einstigen natürlichen Einflüsse nachzustellen, müsste der überwiegende Teil der Arten der Dellbrücker Heide aussterben.

 

Helfen Sie mit, die Dellbrücker Heide zu erhalten!

Mehr Infos und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter www.dellbruecker-heide.net